Aldenhoven - „Knöllchen-Sheriff” kehrt nach Aldenhoven zurück

„Knöllchen-Sheriff” kehrt nach Aldenhoven zurück

Von: gep
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Ab Oktober in Aldenhoven im Ei
Ab Oktober in Aldenhoven im Einsatz: die „Knöllchen-Sheriffs”. Foto: gep

Aldenhoven. Der „Knöllchen-Sheriff” kehrt zurück: Die Gemeinde Aldenhoven hat - nach einem viel diskutierten Testlauf - das Sicherheitsunternehmen Bernd Schwarz, Nideggen-Abenden, unter Vertrag genommen. Mit Mehrheit hat der Gemeinderat den Vertragsabschluss in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.

Die „Sheriffs” sollen ab 1. Oktober nicht nur gegen Falsch- und Dauerparker vorgehen, sondern auch amtliche Mitteilungen überbringen oder Adressen ermitteln. Die „eingekauften Leistungen” seien „etwas erweitert” worden, so Bürgermeister Lothar Tertel auf Anfrage. Der Vertrag hat nach Informationen dieser Zeitung ein Volumen von 30.000 bis 35.000 Euro pro Jahr.

Die Bezahlung erfolgt, so Tertel, auf Stundenbasis. In der Testphase hatten die Sheriffs aus Abenden pro Tag rund 50 Ordnungswidrigkeiten protokolliert. Sie werden künftig „zu unregelmäßigen Zeiten und an unterschiedlichen Orten” im Einsatz sein.

Der Bürgermeister erhofft sich mehr „Präsenz draußen” und eine „Entlastung des Rathauses”. Auch habe man „aus der Probephase gelernt”. So werde es andere Hinweiszettel für Falschparker wie etwa in Jülich geben. Auch sollen die Sheriffs „belehrend tätig” werden, damit sich der Verkehrsfluss in den Ortschaften verbessert - etwa mit dem Hinweis an Falschparker, dass sich „20 Meter weiter ein Parkplatz befindet”.

„Anders und preiswerter”=

Die CDU hatte sich bereits im Vorfeld gegen die jetzt beschlossene Regelung ausgesprochen. Die Sheriffs seien bei der Bevölkerung „wiederholt schlecht angekommen”. In den Ortschaften sei „die Empörung sehr groß” gewesen über deren Vorgehensweise, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhard Paffen.

Es wäre auch „anders und preiswerter” gegangen, bekräftigte er einen alten Vorschlag seiner Fraktion. 400-Euro-Jobber hätten diese Aufgabe nach einer entsprechenden Ausbildung übernehmen können und auch die Verwaltung entlasten können. Jetzt aber befürchtet er: „Das wird sehr schnell Ärger geben.”

Während der Probephase hatten sich etwa in der Alten Turmstraße Anwohner und Geschäftsleute über „Parkchaos” und „Knöllchen-Terror” beschwert, das schrecke die Kundschaft ab. Und in der schmalen Martin-Luther-Straße war, so Anlieger, kein Durchkommen mehr, weil nicht mehr auf dem Bürgersteig geparkt werden durfte.

Die Junge Union (JU) Aldenhoven hatte im Dezember 2011 die Diskussion über die Verkehrssituation angestoßen. Sie hatte über zugeparkte Bürgersteige und Staus zum Schulbeginn oder während des Feierabendverkehrs geklagt und die Gemeindeverwaltung zum Handeln aufgefordert. Daraufhin wurden ab April die „Knöllchen-Sheriffs” angeheuert.
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