Klimaschutz soll sich für Kids lohnen

Von: Daniela Martinak
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Früh übt sich, wer Energiesparer werden möchte. Dass die Heizung nicht immer voll aufgedreht werden muss, können auch die Jüngsten schon verstehen. Foto: Martinak

Jülich. Durchnittlich 800.000 Euro kostet die Energieversorgung der insgesamt 15 Kindergärten und Schulen der Stadt Jülich im Jahr. Jetzt sollen sie mit finanziellen Anreizen zum aktiven Energiesparen motiviert werden. Die rund 3500 Kinder und Jugendliche sollen nicht mit Pudelmütze und Wollschal im Unterricht sitzen, aber die Heizung sollten sie dennoch ein klein wenig runterdrehen.

Mit einem Bonussystem sollen die Kids dazu bewegt werden, sich im Projekt „Aktiv fürs Klima in Jülich“ dauerhaft zu engagieren, hat nun auch der Stadtrat abschließend entschieden. Damit zahlt sich Eigeniniative beim Energiesparen sogar für die Schulen und Kindertagesstätten aus.

Eigentlich gibt es doch genügend Möglichkeiten, das Klima zu schützen. Nicht nur die Heizung runterdrehen, wenn es gar nicht so kalt ist, gehört dazu. Die üblichen Tipps wie regelmäßiges Lüften, das Licht und die elektronischen Geräte auszuschalten, wenn sie nicht gebraucht werden und im Fall einer Schule, den Tageslichtprojektor weniger zu nutzen als die Tafel und ein Stück Kreide, tragen schon dazu bei.

Wenn all diese Dinge beachtet werden und vielleicht auch noch eigene Ideen vorhanden sind, das Klima zu schützen, können die Schulen nicht nur absahnen und Lob einheimsen, sondern das auch noch zurecht mit Stolz und guten Gewissens. Den vorgestellten Bonussystemen wurde im Rat der Stadt zugestimmt:

Beim Prämiensystem können Schulen einen Teil der eingesparten Energiekosten für schulische Zwecke verwenden. Sie erhalten in der Regel zwischen 25 und 50 Prozent der Kosteneinsparungen.

Das pädagogische Prämienmodell verzichtet fast gänzlich auf eine Bilanzierung der Energieeinsparungen. Maßnahmen und Aktionen werden in Form einer Punktevergabe festgehalten. Sie werden mittels eines Schlüssels (relativ zu den Schülerzahlen) in eine Prämienzahlung umgerechnet. Meist wird das gängige Prämienmodell mit diesem Model ergänzt.

Als drittes Modell kommt das Budgetierungsmodell in Frage. Hierbei wird den Schulen ein festes jährliches Budget zugewiesen mit dem Anreiz, bis zu 100 Prozent der Einsparung ins Folgejahr zu übertragen. Dieser Betrag steht ihnen dann zur freien Verfügung.

Und wenn Heizung drosseln und Fenster schließen schon einen tollen Klassenausflug ermöglichen, ist das doch schon ein Anreiz.Von den Beratern des Consiltung-Unternehmens Dr. Saumweber & Partner, Aachen, wird eine Kombination aus einem Bonus für die eingesparten Energiekosten und einem Bonus für Aktivitäten der Einrichtungen empfohlen.

Das Projekt soll nun in Kürze den Leitungen der Kitas und Schulen vorgestellt werden.

Und schon im ersten Abrechnungsjahr sind 8100 Euro im Topf, die an die Einrichtungen ausgeschüttet werden können.

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