Inden - „Kleiner” Erdrutsch im Tagebau Inden

„Kleiner” Erdrutsch im Tagebau Inden

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:

Inden. An der Arbeitsböschung des Tagebaus Inden ist es zum zweiten Mal innerhalb von einem halben Jahr zu einem Erdrutsch gekommen.

Nach Informationen unserer Zeitung gingen an der zweiten Sohle, also deutlich weiter unten als im März, rund 35.000 Kubikmeter Erdreich ab. Vor ziemlich genau sechs Monaten waren es 450.000 Kubikmeter. Betroffen war diesmal wieder die Arbeitsböschung, also die Westseite bei Inden-Schophoven.

Das bestätigte am Freitag Tagebaudirektor Arthur Oster auf Anfrage. Er sprach von einer „Kleinstrutschung”, allerdings sei nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch RWE Power als Bergbautreibender nach dem Vorfall im März „stark sensibilisiert”. Daher habe das Unternehmen gleich alle Behörden informiert, so das Bergamt Düren. Durch diese Behörde wurde wiederum auch das zuständige Wirtschaftsministerium in Düsseldorf verständigt, das am Donnerstag zeitnah die Mitglieder des Unterausschusses Bergbausicherheit verständigte.

Anders als im Frühjahr ist die Ursache des kleinen Erdrutsches am Mittwoch noch unklar. „Wir können es nicht genau sagen”, sagte der Tagebauchef gegenüber unserer Zeitung. Allerdings hatte sich die Rutschung wieder im Gelände „angekündigt”, so dass die Beschäftigten gewarnt waren und entsprechend vorsichtig mit dem Bereich umgegangen sind. Die Böschung wurde wesentlich flacher angeschnitten als im Normalbetrieb üblich.

Menschen waren nach Angaben von Tagebaudirektor Arthur Oster zu keiner Zeit in Gefahr.

Der Unterausschuss Bergbausicherheit hat sich am Freitag in Düsseldorf konstituiert und wurde von dem kleineren Ereignis überrascht. Wie in Erfahrung zu bringen war, wird sich das Gremium nach dem nunmehr zweiten unvorhergesehenen Erdrutsch im Tagebau Inden im November bei einem Ortstermin über die Ursachen informieren.
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