Kleine Nacht der Wissenschaft

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Ein Leichtbauroboter bei der Vermessung von Pflanzen im Forschungszen-trum, bedient von Johanna Roussel und Andreas Fischbach. Foto: FZJ

Jülich. Wie könnte ein neuartiges Medikament gegen Alzheimer funktionieren? Was kann die Pflanzenforschung dazu beitragen, immer mehr Menschen auf der Erde zu ernähren und mit Energie zu versorgen? Und warum müssen wir mehr über Wolken wissen?

Diese drei Fragen stehen im Zen-trum der fünften „Kleinen Nacht der Wissenschaft“, zu der das Forschungszentrum Jülich und unsere Zeitung am Freitag, 13. September, in den Kulturbahnhof Jülich (KuBa) einladen. Von 18 Uhr an diskutiert Moderator Volker Uerlings (Jülicher Zeitung/Jülicher Nachrichten) mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungszentrums die drängende Fragen und mögliche Antworten. Zum Abschluss kommen Fans des Blockbuster-Kinos auf ihre Kosten: Gezeigt wird Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“. Der Eintritt ist frei.

Das Forschungszentrum hat auch seine nun fünfte „Kleine Nacht der Wissenschaft“ thematisch an das Motto des jeweiligen Wissenschaftsjahres angelehnt. Die „Demografische Chance“, so das Thema 2013, wird als gesellschaftliche Herausforderung verstanden, der Jülich mit seiner Forschung begegnet. Demenz, Energie, Klima – was kann das Forschungszentrum beitragen, die damit verbundenen Fragen und Probleme zu verstehen und zu lösen? Die „Demografische Chance“ bedeutet für Jülich „Wissenschaft für die nächste Generation“.

Nach aktuellen Schätzungen leiden allein in Deutschland rund eine Million Menschen an Alzheimer. Einen neuen Ansatz für ein Medikament zur Behandlung der Erkrankung erläutert in der „Kleinen Nacht der Wissenschaft“ Dr. Janine Kutzsche vom Jülicher Institut für Strukturbiochemie. Im Team von Professor Dieter Willbold erforscht sie einen potenziellen Arzneistoff, dessen Wirkweise sich völlig von der anderer bisher klinisch getesteter Substanzen unterscheidet. Der Wirkstoff wird in den kommenden zwei Jahren die sogenannte Phase 1 der klinischen Tests durchlaufen.

Pflanzen bilden die Grundlage der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung. Dass sie daneben auch nachwachsende Roh- und Wertstoffe sind und wie sie in Zukunft in einer nachhaltigen Bioökonomie verstärkt als Energielieferant genutzt werden können, erläutert Professor Ulrich Schurr (Institut für Pflanzenwissenschaften) im Gespräch mit Volker Uerlings. Das Institut ist Teil des „Bioeconomy Science Centers“, zu dem neben Jülich Wissenschaftlern der RWTH Aachen sowie der Universitäten Bonn und Düsseldorf gehören. Gemeinsam erforschen sie die umweltschonende Nutzung nachwachsender Ressourcen.

Mischphasenwolken setzen sich aus Eiskristallen und Wassertropfen zusammen. Bisher wissen wir nur wenig über sie. Warum gerade sie für Klimamodelle von großer Bedeutung sind, erklärt Dr. Martina Krämer vom Institut für Energie- und Klimaforschung in der „Kleinen Nacht der Wissenschaft“.

Wolken sorgen zum einen dafür, dass die Wärmestrahlung der Erde in der Atmosphäre bleibt. Zum anderen reflektieren sie auch die Sonnenstrahlung und kühlen dadurch die Erde. Die Größe der Effekte hängt von der Beschaffenheit der Wolke ab. Und wie und mit welchen Instrumenten Martina Krämer und ihr Team die Wolken erforschen, erfahren Besucher am 13. September im KuBa.

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