Jülich - Klangerlebnis Didgeridoo erzeugt Fernweh

Klangerlebnis Didgeridoo erzeugt Fernweh

Von: Regine Beyß
Letzte Aktualisierung:
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Resonanzkörper für die menschliche Stimme: Andy Cormann alias AcAkut präsentierte seinem Publikum im KuBa-Salon die große Klangvielfalt der Didgeridoos. Foto: Beyß

Jülich. Es gab keinen Schnickschnack, keine Lichteffekte und keine besonderen Überraschungen. Alles, womit Andy Cormann alias AcAkut überzeugte, war bloßes Können. Der Jülicher präsentierte ein Konzert der besonderen Art.

Ein Klangerlebnis, das in unseren Breiten vergleichsweise selten ist. Denn seine Leidenschaft gilt dem Didgeridoo, das ursprünglich von den Ureinwohnern Australiens gespielt wird.

Im kleinen Rahmen des Kuba-Salons lud er seine Zuhörer ein, die Besonderheiten dieses Instruments zu „erhören” und sich dabei in eine andere Welt versetzen zu lassen.

Zu seiner Ausrüstung gehörten sieben Instrumente und seine Stimme. Sowohl aus heimischen Hölzern selbst gebaute Didgeridoos wie Originale aus Australien kamen zum Einsatz. In scheinbarer Leichtigkeit erzeugte AcAkut die unterschiedlichsten Rhythmen und Töne, die den Zuhörer mitunter das ein oder andere Tier vor Augen rief. Nicht umsonst gehören diese Klänge oft zu Natur-Dokumentarfilmen.

Davon war Andy Cormann bereits als Kind fasziniert. Inzwischen spielt er seit 15 Jahren und kann eine beachtliche Sammlung von Yirdakis - das ist der traditionelle Name der Instrumente - sein Eigen nennen. In diesem Jahr reiste er zum ersten Mal nach Australien und konnte dort die Anfertigung der Instrumente selbst miterleben.

Die Variation an Tönen stellte er zweifelsohne unter Beweis. Obwohl Cormann den Schwerpunkt an diesem Abend auf das pure Hörerlebnis legen wollte, durfte die eine oder andere Erklärung natürlich nicht fehlen. So lernte das Publikum, dass jedes Didgeridoo sein eigenes Klangspektrum hat und als Verstärkung für die menschliche Stimme dient.

Der Resonanzkörper verwandelte seine Artikulation in warme, durchdringende Töne und Rhythmen. Die einzelnen „Songs” folgten dabei zwar bestimmten Strukturen, sind aber größtenteils improvisiert. Unerlässlich war dabei die berüchtigte Zirkularatmung, die vielleicht größte Schwierigkeit beim Didgeridoo-Spielen.

Für Anfänger und Fortgeschrittene bietet Andy Cormann am Sonntag, 8. November, von 14 bis 18 Uhr einen Workshop im KuBa Jülich an.
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