Klammer für 16 Gemeinden: Pfarrbrief dient als „Fahrplan“

Von: tee
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Pastoralreferentin Barbara Biel und Pfarrer Josef Wolff stellen das erste Exemplar des gemeinsamen Pfarrbriefes vor.

Jülich. Aufbruch auf den Schwingen der Feuertaube – so könnte man es poetisch formulieren. Unter dem Patronat des Heiligen Geistes sind die 16 Pfarren des Jülicher Landes als Gemeinschaft der Gemeinden bereits seit Juni 2007 auf dem Weg. Seit drei Jahren arbeiten sie an der Struktur, die ab 13. Fe-bruar für die neue Pfarrei Heilig Geist verbindlich sein wird.

Ein erster Schritt war im November die Wahl zu einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat (PGR) beziehungsweise Kirchenvorstand (KV). Damit alle 16 Gemeinden zu ihrem (Stimm-)Recht kommen, war entschieden worden, die Plätze in den offiziellen Gremien paritätisch zu besetzen. In diesem Kreis werden künftig für die Großpfarrei die Weichen inhaltlich wie finanziell gestellt. Entscheidungen treffen PGR und KV gemeinsam mit dem 14-köpfigen Pastoralteam, an dessen Spitze Josef Wolff als leitender Pfarrer steht.

„Pastoraletage“ im Roncalli-Haus

Im Zuge der Fusion kam für die Großgemeinde der 20000 katholischen Christen im Jülicher Land nicht nur Pfarrer Wolff als neues Gesicht hinzu: Die Gemeindereferentinnen Claudia Tüttenberg und Petra Graff sowie Lucia Höttinger als Pastoralassistentin verstärken das Team seit Herbst. Barbara Biel ist in Jülich bekannt; sie wechselte von der Katholischen Studentengemeinde zur Pfarrei Heilig Geist.

Dass der Austausch untereinander rege bleibt, dafür sorgt die gemeinsame „Pastoraletage“ im Roncalli-Haus, in der die Schreibtische der Pfarrei-Mitarbeiter stehen. Natürlich gibt es darüber hinaus auch in den Dörfern Büroräume und -zeiten. Denn einig waren sich die Mütter und Väter der neuen Struktur darin, dass vor Ort bleiben soll, was möglich ist – also Gestaltungsmöglichkeiten für aktives Kirchenleben in den einzelnen Gemeinden. Hierzu wurden gleichzeitig mit PGR und KV Gemeinderäte gewählt.

Gemeinschaftsgeist fördern

Obwohl erst zusammenwachsen wird, was nach bischöflichem Wunsch offiziell ab 1. Januar 2013 zusammengehört, gibt es verbindende Elemente, die den Gemeinschaftsgeist fördern sollen – etwa das neue Logo.

Es stammt aus der Feder des ungarischen Grafik-Künstler András Simon. Der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit hat sich dafür entschieden, weil es ausdrücke, was die neue Pfarrei sein will, wie Pastoralreferentin Barbara Biel es erklärt: „Gleichzeitig modern in der Formgebung und traditionell in der Bildsprache: Geist und Feuer, Bewegung und Lebendigkeit, Kraft und Wärme.“ Eine Kirche in Bewegung, die ihre Gemeindemitglieder mit auf die „Reise“ nehmen will.

Damit dies gelingen kann, gibt es alle vier Wochen einen gemeinsamen „Fahrplan“: Im neuen Pfarrbrief, den Bernhard Unterberg maßgeblich geprägt hat, sollen alle Bereiche des Gemeindelebens Aufnahme finden – aktuell etwa vom gemeindeübergreifenden Krippenweg über die Kindersegnungen bis zur besonderen Silvesterfeier in Barmen und dem Bibelabend in Stetternich.

An der Umsetzung einer neuen Homepage, auf der kirchliche Angebote stets aktuell und unkompliziert abrufbar sein sollen, wird noch gearbeitet. Verstärkung, betont Barbara Biel, wäre hier dringend erwünscht. Wer sich einbringen möchte, kann sich unter b.biel@heilig-geist-juelich.de melden oder telefonisch unter 02461/ 9360011.

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