Linnich - Kita und ambulante Wohngruppen in Linnich unter einem Dach

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Kita und ambulante Wohngruppen in Linnich unter einem Dach

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Auf dem rechten Grundstück beginnen bald die Arbeiten zum Bau der Seniorenwohnanlage. Links im Anschluss ans bestehende Seniorenheim soll das Projekt Kindertagesstätte und Tagespflege errichtet werden. Foto: Jonel

Linnich. Das Attribut „außergewöhnlich“ ist dem dritten Streich am Mühlenteich in Linnich sicher. In unmittelbarer Nachbarschaft zu dem bestehenden Seniorenpflegeheim „Am Mühlenteich“ und der Seniorenwohnanlage, deren Spatenstich kurz bevorsteht, soll noch in diesem Jahr ein dreistöckiger Bau entstehen, der eine Kindertagesstätte, eine ambulante Wohngruppe sowie eine ambulante Wohngruppe für Beatmungspatienten beherbergt.

Eine Konstellation, wie man sie so nur äußerst selten findet. Das Projekt ist noch so frisch, dass es dem zuständigen Bau- und Umweltausschuss lediglich in der Version des Planers vorgestellt wurde. Architektin Dipl.-Ing. Insa Becker hatte aber eine aussagekräftige Präsentation vorbereitet

Das Gebäude auf dem Grundstück im unmittelbaren Anschluss an das Seniorenpflegeheim bietet weniger architektonisch als vielmehr konzeptionell Besonderes. Das Erdgeschoss teilen sich eine dreigruppige Kindertagesstätte für 45 Kinder und eine Tagespflege für zwölf Personen. Die Kita, deren Bedarf abgeklärt ist, soll eine Gruppe für Kinder im Alter von 0 bis drei Jahren erhalten. Dazu kommen zwei Gruppen für die Kinder bis zur Einschulung.

Das erste Obergeschoss ist einer ambulanten Wohngruppe von elf Personen vorbehalten. Jeder Bewohner hat in einem Einzimmerappartment mit separatem Sanitärbereich nicht nur „großzügig bemessenen Privatbereich, sondern auch noch Platz für ein zweites Bett für Besuch oder Pflegeperson“.

Das zweite Obergeschoss ist ähnlich gestaltet. Hier aber wird eine ambulante Wohngruppe für zehn Beatmungspatienten eingerichtet. „Mit dieser Konzeption sind wir der Zukunft etwas voraus“, sagt die Planerin Becker.

Inhaltlich stieß das Bauprojekt auf breite Zustimmung der Kommunalpolitiker. Sie hatten aber schnell einen sensiblen Punkt ausgemacht: die Parkplätze für Eltern, Besucher und Personal der Kita. Vor allem Hans-Friedrich Oetjen (SPD) und Dr. Klaus Selter (FDP) zweifelten die Versicherung der Planerin an, die feststellte: „Ich brauche laut Landesbauordnung zweieinhalb Stellplätze für die Kita.

Ich kann zehn vorweisen und habe auf dem Gelände zehn weitere zur Kompensation.“ Letztlich brachte es Insa Becker auf eine simple Entscheidung, die zu treffen sei: „Wovon hat die Stadt mehr: 45 Kita-Plätze oder weniger Verkehr in dieser Straße.“ In einer Straße im Übrigen, in der vor wenigen Jahren ein Kindergarten ohne einen Stellplatz stand, wie man sich im Ausschuss erinnerte.

Ein aus Sicht der Planerin vielleicht noch sensiblerer Umstand ist der Zeitfaktor.

Der Bauherr, die Hotel und Pflege Alsdorf GmbH, möchte das Projekt unmittelbar im Anschluss an die Fertigstellung der Seniorenwohnanlage beginnen und zügig umsetzen – auch mit Blick auf die Anwohner. Insa Beckers Formel: „Noch einmal Dreck, noch einmal Lärm, und dann ist endgültig Schluss damit.“

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