Welz - Kirchweihjubiläum: Die lange Geschichte von Lambertus Welz

Kirchweihjubiläum: Die lange Geschichte von Lambertus Welz

Von: kr
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Weihbischof Karl Reger segnete die Gedenkplakette an der Welzer Pfarrkirche ein. Foto: Kròl

Welz. Von den Menschen, die heute die Straße von Ederen nach Welz benutzen, wissen nur die wenigsten, dass sie praktisch über die alte Welzer Pfarrkirche fahren. Sie wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus strategischen Gründen gesprengt und die Steine zur Straßenbefestigung verwandt.

Als die Welzer Bürger aus der Evakuierung zurückkehrten, fanden sie nur noch einen kleinen Haufen Schutt vor. Alles andere war verschwunden. Vom Inventar der Kirche fanden sich noch die Strahlenmadonna und das Taufbecken. So wurden die ersten Gottesdienste in der alten Schule abgehalten. Später wurde das Pfarrhaus notdürftig ausgebessert und dort die heilige Messe gefeiert. Gerade einmal 50 Sitzplätze und 50 Stehplätze standen dort zur Verfügung.

1961 fasste der Kirchenvorstand unter Pfarrer Franz Maria Klimsa den Beschluss, das Architekturbüro Finkeldei in Linnich mit dem der Planung einer neuen Pfarrkirche zu beauftragen. 19621wurde mit dem Bau begonnen. Statt Richtfest wurde 1963 bei der Fertigstellung des Rohbaus die Grundsteinlegung gefeiert. Im Sommer 1964 versammelte sich die Gemeinde zur ersten Heiligen Messe in der neuen Kirche. Am 15. August 1964 wurde das Gotteshaus durch Weihbischof Johannes Pohlschneider eingeweiht. Seither hat das kirchliche Leben in Welz wieder seinen Mittelpunkt.

Große Anstrengung

Doch für die Gemeinde bedeutet der Bau der Kirche auch eine ungeheure Anstrengung, hatte der kleine Ort doch einen Eigenanteil von rund 100.000 DM zu schultern. Es wurde gesammelt, gebettelt und auch gespart. So kam es zu einem Sanierungsstau an der neuen Kirche. Der Glockenturm war zwar geplant für vier Glocken, doch bis 1981 läutete nur eine. Unter Pfarrer Josef Lange wurden erst zwei weitere angeschafft.

In den Jahren 1987 bis 1988 nahm Pfarrer Rudi Witting etliche Sanierungen vor, und die Kirche erhielt erstmals einen Anstrich. 2005 wurde sie noch einmal saniert, das Schiff verkleinert, das Pfarrheim angebaut, die Stirnseite gestrichen, ein großes Kreuz aufgemalt. Die Figuren, darunter auch die Strahlenmadonna, die Heilige Barbara und der Pfarrpatron Lambertus, wurden restauriert. Es gab auch eine neue Heizung.

Als nächstes ist geplant, die Fensterfront zu erneuern.

Doch zunächst einmal hatte die Pfarrgemeinde Welz allen Grund, inne zu halten, sich zu erinnern und vor allem Dank zu sagen für die Gnadengeschenke Gottes. Dies fand auch Weihbischof i.R. Karl Reger, der nach Welz gekommen war, um mit den Gläubigen das Goldene Kirchweihjubiläum zu feiern. „Erinnerung macht dankbar für das christliche Leben, das hier gewachsen ist“, erklärte er in seiner Predigt. Ihm war bewusst, welche schweren Opfer die Gemeinde bringen musste, zum Bau und Erhalt ihres Gotteshauses. Deshalb endete er mit den Worten: „Dank Ihnen allen, die Sie auch heute als lebendige Steine diese Kirche erhalten und pflegen.“

Gemeinsam mit Pfarrer Konrad Barisch zelebrierte er die Dankmesse, die vom Kirchenchor gestaltet wurde. Er segnete auch die Gedenktafel ein, die an den Bau der Kirche erinnerte, und meinte bei der Feier in der Bürgerhalle „Ihr habt die Kirche im Dorf gelassen.“

„Wir sind stolz und glücklich heute ein solch modernes, zweckmäßiges und schönes Pfarrzentrum zu besitzen“, erklärte auch Thomas Forst, Vorsitzender des Pfarreirates, der die Geschichte der Pfarrkirche kurz Revue passieren ließ. Grußworte sprachen auch Pfarrer Konrad Barisch, Diakon Theo Schmitz, Ortsvorsteher Günter Schmitz und Bürgermeister Wolfgang Witkopp. Untermalt wurde der Festakt, der von der gesamten Dorfgemeinschaft mitgetragen wurde, von der Blaskapelle Alsdorf-Schaufenberg.

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