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Kinderpornos auf PC: Fünf Monate ohne Bewährung für Jülicher

Von: gep
Letzte Aktualisierung:
Das Strafgesetzbuch (StGB) sie
Das Strafgesetzbuch (StGB) sieht bei Kinderpornographie eine Mindeststrafe von drei Monaten vor. Foto: imago/Thomas Frey

Jülich. Wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie ist ein Jülicher vom Amtsgericht Jülich zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate gefordert.

Strafrichterin Claudia Wolny begründete ihr Urteil damit, dass I. K. (49), ledig, ein Sohn (21), Dutzende einschlägige Dateien auf einer Festplatte mit der Aufschrift „Porno” abgespeichert und diese anderen zugänglich gemacht habe. Er habe zwar ein Geständnis abgelegt, jedoch habe er erhebliche Vorstrafen, befinde sich in einer laufenden Bewährung und stehe kurz vor einem erneuten Strafantritt.

Nach Paragraph 184b des Strafgesetzbuches wird die Verbreitung, der Erwerb und der Besitz kinderpornographischer Schriften mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft waren die 2010 sichergestellten 67 Videofilme, die der „Bewährungsversager” 2009 heruntergeladen habe, „grausame Dateien” und geeignet, den „Sexualtrieb anzustacheln”.

Wie K. darlegte, der mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft ist, hochverschuldet ist und derzeit als Schweißer in Holland arbeitet, habe er während der „Suche nach Musikdateien” im Internet beim File-Sharing „nicht ganz gezielt” die Pornodateien heruntergeladen. Außerdem seien einige Daten irreführend oder falsch etikettiert gewesen. Außerdem sei es für ihn als „Fachinformatiker kein Problem gewesen, seine IP-Adresse zu verschleiern. Daher sei das Strafmaß „recht heftig”.

Richterin Wolny hingegen verwies darauf, dass der I. K. die Dateien „nicht sofort gelöscht”, sondern auch noch anderen „zugänglich gemacht” habe.
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