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Kinderdreigestirn lässt es im PZ krachen

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
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Prinzessin Lena (Rau), Prinz Tobias (Rau), Bauer Philipp (Langen) und die beiden Pagen Hannah Marie (Rau) und Marius (Cremer) zeigten sich als wahre Karnevalsprofis und freuen sich auf die Auftritte in der Jubiläumssession, die vom Kengerzoch gekrönt werden. Foto: Jagodzinska

Jülich. „55 Jahre himmlisch jeck“ lautet das Motto, mit dem der Festausschuss Jülicher Kengerzoch (FAJKZ) in die Jubiläumssession gestartet ist. Erfunden hat‘s der Kindergarten „Spatzennest“ aus Mersch und mit seinem Vorschlag den Mottowettbewerb gewonnen. So waren es auch Mädchen und Jungen aus diesem Kindergarten, die hübsch kostümiert die großartige Idee des FAJKZ umsetzten, Fotos von allen bisherigen Kinderdreigestirnen zu Beginn der Proklamation des neuen Dreigestirns auf Stäben montiert zur Bühne zu bringen, wo sie in einer langen Reihe aufgestellt wurden.

Zur Begrüßung der erfreulich vielen Gäste im PZ der Zitadelle erinnerte Marc Muckel in einem kleinen Rückblick an den langen Weg von der ersten Kindersitzung 1958 bis zum jecken Jubiläum. Dabei scheute er sich nicht, Kritik an der Entwicklung von der „produzierenden Gesellschaft zur konsumierenden“ zu äußern, in der auch die Pflege des Brauchtums immer schwieriger werde.

Glücklicherweise gelang es dem FAJKZ in diesem Jahr, in den eigenen Reihen ein Kinderdreigestirn zu finden. Nach einer Darbietung der Jugendgruppe des Kölner Reiterkorps Jan von Werth war es dann soweit: Prinzessin Lena (Rau), Prinz Tobias (Rau), Bauer Philipp (Langen) und die beiden niedlichen vierjährigen Pagen Hannah-Marie (Rau) und Marius (Cremer) zogen unter den karnevalistischen Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps Schophoven und dem Beifall der Besucher im Saal auf die Bühne und nahmen ihren hoheitlichen Luftballon-Thron in Besitz.

Alle drei Kindermajestäten besuchen das Gymnasium und sind durch ihre Eltern vom närrischen Fieber angesteckt. Bei der Proklamation meisterten sie ihre erste Pflicht, die Ansprache an ihr Narrenvolk, wie echte Karnevalsprofis. „Brauchtum mit Kindern braucht keinen Kommerz, es lebt von der Liebe zum Scherz“, verkündete Prinz Tobias und forderte Humor, Heiterkeit, Lässigkeit, Spaß und einen Schuss Ironie. Den versprühte er selbst mit Anspielungen auf nicht realisierte Großprojekte wie Schwimmleistungszen-trum oder Golfplatz. Bauer Philipp empfahl „Lachen von Dauer“ als Gesundheitsvorsorge, Prinzessin Lena mahnte die Erwachsenen: „Ohne uns Kinder, das ist gewiss, kein Staat mehr zu machen ist.“ Marc Muckel sang zur Ehre und als Dank an die Urgroßväter und Begründer der Kengerzoch-Tradition das Hexenturmlied.

Bürgermeister Heinrich Stommel machte dem Dreigestirn mit einem Jubiläums-Rap seine Aufwartung. Als Gratulant für den Regionalverband Düren im Bund Deutscher Karneval überreichte dessen Präsident Rolf Peter Hohn den Aktiven Ehrenurkunden zum Jubiläum. Auch er betonte die Wichtigkeit der Jugendarbeit, ohne die „das Brauchtum zu einem Auslaufmodell“ werde und lobte die Kengerzoch-Macher: „Geld und Zeit spielen hier keine Rolle, wie es anderso manchmal den Karneval stört.“

Das Programm bereicherten die Lazarus Stromanus Preckgruppe, die „Teen Stars“ der KG Rursternchen und die Backes-Band.

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