KG Ulk hebt in der Sparkasse mehr als ihren „Silberschatz“ auf

Von: Silvia Jagodzinska
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Viele Jecken, Freunde und Gönner kamen zur Ulk- Ausstellungseröffnung in der Sparkasse am Schwanenteich. Foto: Jagodzinska

Jülich. Mit rund 160 Menschen war die Schalterhalle der Sparkasse Düren am Schwanenteich zur Eröffnung der Jubiläumsausstellung der KG Ulk mehr als gut gefüllt. „Herzlichen Dank für 111 Jahre Freude spenden“, begrüßte Sparkassenchef Uwe Willner die geladenen Gäste und unterstrich die Gemeinsamkeiten von Gastgeber und Veranstalter.

Neben der Farbe Rot in ihren Emblemen gebe es etwas viel, viel Wichtigeres, das beide Einrichtungen teilen, nämlich das Gemeinschaftswohl.

„Leev Lückscher“, schlug Präsident Jörg Bücher bei seiner Einführung in die Jubiläumssession in die selbe Kerbe und setzte noch einen drauf: Der ehemalige Sparkassendirektor Klemens Bertholdus sei ebenfalls Senatspräsident der Ulk gewesen. „Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit“ betonte er im Hinblick auf die sehenswerte Ausstellung, die er als „Momentaufnahme“ bezeichnete. Sie ist allerdings mehr: Insgesamt elf Stellwände und acht Vitrinen sind thematisch gegliedert und geben Einblicke in Tradition und Wandel der ältesten Karnevalsgesellschaft Jülichs, die sich als Sitzungsgesellschaft versteht. Die Gliederung umfasst die Bereiche Gründerjahre, 50er Jahre, Ulk-Präsidenten und -Senat, „Ulk“-Freunde oder „Der Ulk tanzt“.

Etwa 100 Originalfotos, Eintrittskarten, Zeitungsartikel und Original-Manuskripte aus den letzten 111 Jahren runden den Gesamteindruck ab. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang handschriftliche Original-Aufzeichnungen des Ulk Büttenredners Willi Neunfinger aus den Dreißiger Jahren. Sein Sohn stellte sie der Gesellschaft zur Verfügung, als sie sich Anfang Oktober an die Jülicher Bevölkerung gewandt hatte, mit der Bitte um Material-Schenkungen oder -Leihgaben. Auf fünf Tafeln wird detailliert und reich bebildert die Geschichte von 1902 bis heute gezeigt.

Aus der Vorkriegszeit stammen neben Orden von 1920 bis 1938 die Jubiläumschronik von 1927 und Teile des „Ulk-Silberschatzes“. Dazu zählen massive Sektkühler und ein etwa 18 Zentimeter hoher Silberpokal mit Gravur, das Geschenk des Elferrates an Josef Fikentscher zum Jubiläum 1927. Zu sehen ist ferner eine Auswahl von Programmheften, Orden und Verträgen mit Größen des rheinischen Karnevals. Nahezu historisch erscheint dabei der Originalvertrag mit den damals noch wenig bekannten „Bläck Fööss“ aus dem Jahr 1973. „Ulk gehört zu Jülich wie der Dom zu Köln“, rief Bücher aus.

Fundament gestärkt

Seine sechs Amtsvorgänger hatten „rechtzeitig das Fundament der Gesellschaft gestärkt“. Heute verfüge die Sitzungsgesellschaft über einen „Kleinen Rat“ mit 32 Mitgliedern, einen aktiven Senatsausschuss, einen Senat mit über 200 Mitgliedern und einen Jugendsenat. Die KG habe sich „einen besonderen Stellenwert in der Stadt erarbeitet und engagiere sich über den Karneval hinaus für „unsere Vaterstadt“. Darauf weist auch der Jubiläumsorden hin. Gleichzeitig sei die KG durchaus in der Lage, sich selbst „op de Ärm ze nemme“, wie Bücher es ausdrückte. Die Gesellschaft werde sich den Herausforderungen in der schnelllebigen Zeit des globalen Denkens und seiner stetigen Auflagenänderungen stellen „und das auch hinkriegen, zumindest in den nächsten 111 Jahren“, versprach der Ulk-Präsident.

Natürlich vergaß er nicht, den Sparkassen-Vertretern Uwe Willner und Dirk Hürtgen den Gesellschaftsorden zu überreichen. Für die Beantwortung jeglicher Fragen über Historie und Gegenwart „des Ulk“ bestand bei einem Glas Sekt oder Wein reichlich Gelegenheit.

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