Aldenhoven - Keine Schonzeit: Der neue Aldenhovener Bürgermeister legt direkt los

Keine Schonzeit: Der neue Aldenhovener Bürgermeister legt direkt los

Von: Antonius Wolters
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Bürgermeister Ralf Claßen in Siegerpose, nachdem sein Erfolg in der Stichwahl feststeht. Foto: Jansen

Aldenhoven. Senkrechtstarter Ralf Claßen von der Aldenhovener CDU hat seinen Marathon-Wahlkampf, der im Februar mit der Nominierung zum Bürgermeister-Kandidaten begann, am Sonntag mit dem klaren Erfolg bei der Bürgermeister-Stichwahl gekrönt.

„Das vereinfacht die Sache“, möchte der neue Bürgermeister sein in den vergangenen Monaten vorgelegtes Tempo beibehalten und so weiterarbeiten wie bisher. Claßen weiß, dass er im neuen Amt keine Schonzeit genießt. Termine abstimmen und diese vor- und nacharbeiten – das wird seinen Arbeitsalltag bestimmen.

Dass der 50-Jährige sofort durchstarten kann, hat er mit seinem bisherigen Arbeitgeber, der Krankenhausgesellschaft NRW in Düsseldorf, längst abgestimmt. Bis kommenden Montag ist er dort im Dienst und wechselt nahtlos ins Aldenhovener Rathaus, wo er erste Termine mit seinen künftigen Kollegen abgestimmt hat. „Am Ende geht es um Aldenhoven“, möchte er seine Arbeit für die Bürger offen, ehrlich und transparent gestalten. „Frischer Wind ist nicht schlecht“, möchte er seinen Schwung aus dem Wahlkampf mitnehmen.

Nachdem der 1. stellvertretende Bürgermeister Leo Neulen seinen Parteifreund auf der Ratssitzung am 23. Oktober vereidigt und ins Amt eingeführt hat, gehört zu Claßens ersten Amtshandlungen die Verpflichtung seines Koppelkandidaten Frank Hüllenkremer aus Siersdorf als Ratsherr, der für die CDU als sein Nachfolger in den Gemeinderat nachrückt. Wie die Aufgaben in der Fraktion neu verteilt werden, soll nach Worten des CDU-Fraktionschefs Georg Krapp auf einer Fraktionssitzung in der kommenden Woche erörtert werden. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, nahm der Sprecher der Christdemokraten das Ergebnis der Stichwahl mit „großer Erleichterung“ auf.

„Ein bisschen enttäuscht“, äußerte sich dagegen der unterlegene Stephan Spaltner, der für die Aldenhovener SPD angetreten war. Bis zum letzten Tag sei gekämpft worden, doch die klaren Konzepte der SPD seien offenbar nicht gewünscht. Gleichwohl war der Wahlkampf für Spaltner persönlich, der sich erstmals um ein politisches Amt beworben hat, „kein verlorener Sommer: Ich nehme viele Erfahrungen mit und habe neue Freunde kennengelernt“.

Dem neuen Bürgermeister wünscht Spaltner viel Erfolg und setzt nach acht anstrengenden Wochen seinen Job im Alsdorfer Rathaus fort. Den Glückwünschen für Ralf Claßen schließt sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender Raoul Pöhler an, der sich ein anderes Ergebnis gewünscht hatte. Es sei eine Eigenheit der Aldenhovener, dass sie glaubten, von außen drohe Übles. Deshalb komme man nicht recht von der Stelle. Das Wahlergebnis wertet Pöhler als „Aufruf der Wähler zur Zusammenarbeit“. Nun sei der richtige Einstieg, um im Gemeinderat eine große Allianz zu schmieden, die Aldenhoven nach vorne bringt.

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