Keine kostenlosen Parkplätze für angehende Abiturienten

Von: Volker Uerlings
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Jülich. Die gewünschten kostenlosen Parkausweise für die Autofahrer unter den Oberstufenschülern des Gymnasiums Zitadelle kann und wird es nicht geben. Vielleicht aber kommt die Stadt Jülich allen um die große Festung Parkplatz-Suchenden entgegen.

Das ist das Ergebnis einer durchaus langen Diskussion zwischen Schülervertretern, Kommunalpolitiker und der Verwaltung im Jülicher Bürgerausschuss am Donnerstagabend.

Dezernentin und Rechtsrätin Kerstin Haffner raubte den Schülerinnen und Schülern im Ausschuss durch Zitat eines höchstrichterlichen Urteils rasch die Hoffnung. Die Privilegierung einzelner Verkehrsteilnehmer durch kostenlos zur Verfügung gestellte kommunale Parkflächen darf es nicht geben, hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, wie Haffner verlas. Dieses Urteil bezieht autofahrende Schüler ein.

Saskia Bremen als Betroffene und eine von drei Vertretern der Antragsteller zeigte dafür Verständnis. Sie hatte an der Seite von Abel Michael und Alina Staß aber auch die Situation der Oberstufler dargelegt. Der Unterricht dauere häufig bis zum Nachmittag, der Sportunterricht teilweise bis zum frühen Abend. Und nicht alle jungen Erwachsenen wohnen schulnah, sondern zum Beispiel auch in Inden, Aldenhoven, Schophoven oder Müntz-Hompesch. Die Busanbindung in diese Ort sei „unregelmäßig” und zu gewissen Zeiten „gar nicht vorhanden”.

Daher kämen zahlreiche junge Frauen und Männer mit dem Auto zur Schule, wo es für durchschnittlich (nach eigener Zählung) 54 Pkw 14 Parkplätze gibt. Fazit: Die Schüler weichen in die Umgebung (Am Wallgraben) aus. Dort ist die Höchstparkdauer auf drei Stunden begrenzt, und nicht selten hagelt es „Knöllchen”. Die Zeit-Begrenzung soll eine Fluktuation erzeugen, so dass auch Besucher von Krankenhaus und Senioren-Wohnanlage eine Chance auf einen Parkplatz haben.

Die politischen Vertreter im Bürgerausschuss unter Vorsitz von Emily Willkomm-Laufs (Grüne) nahmen das Anliegen der jungen Leute ernst, legten aber auch dar, dass es im Krankenhaus oder im Seniorenheim viele Berufstätige - teilweise „Minijobber” - gebe, die sehen müssen, dass sie legal parken. Winfried Cremerius (FDP)regte an, dass möglicherweise von den Oberstufenschülern Dauerparkplätze in der Tiefgarage Zitadelle angemietet werden können. Das, so versicherten die jungen Leute, könne sich kaum jemand von ihnen leisten.

Eine Kompromiss-Idee, die nun von der Verwaltung geprüft wird: Vielleicht kann ja der Mietzins für das kaum frequentierte zweite Tiefetage für alle Interessenten gesenkt werden. Davon könnten dann auch die Schülerinnen und Schüler profitieren. Ob es diese Möglichkeit gibt, wird sich zeigen.
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