Jülich - Keine Hygienemängel: Burger King weist Vorwürfe zurück

Keine Hygienemängel: Burger King weist Vorwürfe zurück

Von: Guido Jansen
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Geschlossen: das Schild wird noch einige Zeit zu lesen sein. „Wir tun alles dafür, bald wieder für unsere Kunden zu öffnen“, sagt Filial-Leiter Henry Ouma. Foto: Guido Jansen

Jülich. Das Burger King-Restaurant in Jülich ist zu. Und es bleibt vermutlich noch für einige Wochen geschlossen. Das sind keine guten Nachrichten, für alle, die schnelles Essen mögen. Die 20 Mitarbeiter der Filiale sind beunruhigt.

Der Grund ist aber nur zum kleinsten Teil der Bericht der RTL-Sendung „Team Wallraff – Reporter Undercover“ in der vergangenen Woche, in der die Reporter von teils massiven Hygieneproblemen in bestimmten Burger King-Filialen berichtet haben. Dabei handelte es sich um Filialen der Yi-Ko-Holding-GmbH, der auch die Jülicher Niederlassung angehört.

Rohrbruch

„Wir haben hier ganz andere Probleme“, sagt Henry Ouma, der Leiter der Jülicher Filiale. „Wir haben seit dem 25. April geschlossen, weil wir einen Wasserschaden haben.“ Ein Rohrbruch in den Kühlhäusern ist laut Ouma Schuld, dass die Filiale zu ist. „Mit Hygieneproblemen haben wir hier nichts zu tun“, fährt er fort. „Wir haben viele Schüler bei uns zu Gast. Wir achten peinlich genau auf die Hygiene.“ Jeden Tag ist der Restaurantleiter derzeit in der geschlossenen Filiale. Er betreut die Gutachter. Weite Teile des Bodens müssten ausgetauscht werden.

Und deswegen bleiben die Türen vermutlich noch für ein paar Wochen zu. Deswegen war auch die Siegener Firma Pfeifer im Restaurant. Denn Wasserschäden gehören zum Spezialgebiet.

Große Wasserschäden sind ein Ärger. Erst recht, wenn der Zeitpunkt so unglücklich fällt wie im Fall der Filiale an der Großen Rurstraße. Reporter finden Hygiene-Mängel bei Burger King. Der Konzern reagiert, kündigt interne Kontrollen an und sagt ansonsten nichts. Miteigentümer Ergün Yildiz, der an insgesamt 90 Filialen beteiligt ist, tritt auf Betreiben von Burger King von seinem Geschäftsführer-Amt zurück. Und Jülich schließt. Damit kein aus seiner Sicht falscher Eindruck entsteht, hat Henry Ouma entschieden, sich zu Wort zu melden.

„Wir haben allerdings schon ein paar Tage vor der Sendung zugemacht“, sagt Ouma. „Wenn die Reporter zu uns gekommen wären, dann hätten sie keine Mängel gefunden, weil wir sie nicht haben.“ Deswegen sagt er auch, dass er einem Kontrollbesuch des Gesundheitsamtes des Kreises Düren ohne Sorgen entgegenblickt.

Die Behörde hatte nach dem RTL-Bericht angekündigt, die Burger King-Filialen im Kreis zu untersuchen. In Jülich standen sie vor verschlossenen Türen und wollen wiederkommen, wenn die Filiale wieder auf hat. Das erklärte der Kreis.

Die 20 Mitarbeiter der Jülicher Filiale haben im Moment entweder Urlaub oder sind in anderen Niederlassungen eingesetzt, beispielsweise in Alsdorf. „Jeden Tagen fragen sie mich, wann es weiter geht. Ich kann da auch nichts zu sagen“, sagt Ouma.

Zu einem weiteren Vorwurf, der im RTL-Bericht laut wurde, nämlich, dass die Mitarbeiter seit der Übernahme seitens der Yi-Ko-Holding schlecht bezahlt werden, hat Ouma Stellung bezogen. „Ich werde nach Tarif des Bundesverbands der Systemgastronomie bezahlt, alle anderen Mitarbeiter auch. Die, die etwas anderes sagen, sagen nicht die Wahrheit.“

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