Siersdorf - Keine Fledermäuse im alten Kirchturm

Keine Fledermäuse im alten Kirchturm

Von: zts
Letzte Aktualisierung:
Die Siersdorfer Johanneskirche
Die Siersdorfer Johanneskirche mit Baugerüst. Foto: Zantis

Siersdorf. Aufatmen in der Siersdorfer Pfarrgemeinde St. Johannes: Nach dem Gutachten einer Experten-Kommission gibt es keine Fledermäuse im Kirchturm. Damit ist der gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht zur Artenschutzpüfung Genüge getan, die Auflagen der Unteren Landschaftsbehörde sind erfüllt.

Somit können die Arbeiten fortgeführt werden. Sichtlich erleichtert äußert sich auch der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende Hans-Josef Thoma: „Obwohl man die Kosten für das Gutachten und die unangenehme Zeitverzögerung für die dringend notwendigen Sicherungsmaßnahmen am Turm in Kauf nehmen musste, können jetzt ohne Einschränkungen die Arbeiten zügig aufgenommen werden.”

Thoma rechnet mit neun Monaten Bauzeit, dann sind die Arbeiten am Mauerwerk, die Erneuerung der Walmdächer aus Kupferblech sowie der Schieferdachflächen abgeschlossen.

Nach der Vorlage der alten Turmspitze wird dann eine Neukonstruktion aufgesetzt werden. Im Turminnern wird unmittelbar unter dem Glockenstuhl ein Stahlbeton-Ringbalken eingezogen.

Während der Bauzeit gibt es aber keinerlei Beeinträchtigungen für die Kirchenbesucher sowohl für das Hauptportal als auch für den Eingang an der alten Kirche vom ehemaligen Friedhof aus. Jetzt kann man sich in Siersdorf und Umgebung freuen, dass ihnen der Anblick der abgestumpften Kirchturmspitze bald erspart bleibt. Spätestens zum Johannesfest im Juni 2013 können dann auch die Glocken zu einem Festgeläute erklingen. Die Johanneskirche wurde im 16. Jahrhundert vonm Deutschen Ritterorden errichtet, der in der Kommende residierte.

Der Turm brannte jeweils in den Jahren 1829, 1867, 1875 und 1886 ab. Ursache hierfür waren Brände der Zehntscheunen und das Übergreifen auf den Kirchturm. Die Glockenstube wurde nach den Plänen des königlich-preußischen Baumeisters Carl Friedrich Schinkel wieder aufgebaut. Die Kirche besitzt bedeutende Kunstwerke., darunter den Lettnerbogen und einen flandrischen Schnitzaltar von 1520.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert