Linnich - Kein Stadtzuschuss nach der Renovierung der Bürgerhalle

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Kein Stadtzuschuss nach der Renovierung der Bürgerhalle

Von: ojo
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Linnich. Ein geflügeltes Wort beschreibt die Situation ziemlich gut: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ In diesem Fall hat das Nachsehen der Bürgerverein Gereonsweiler. Als Betreiber der Bürgerhalle in dem Ort hatte der Verein einen Zuschussantrag an die Stadt Linnich gestellt – und eine glatte Abfuhr erhalten.

In Eigenleistung hatte der Bürgerverein die Halle gründlich renoviert. Lärm- und Wärmeschutz wurden eingebaut, Elektrik und Audioanlage erneuert, Wandverkleidung, Putz und Anstrich aufgefrischt und letztlich der Parkettboden wieder auf Glanz gebracht. Die Arbeiten summierten sich trotz der Muskelhypothek auf stolze 10.000 Euro. „Die erfolgen Arbeiten haben den Wert der Bürgerhalle sowie den Wärme- und Schallschutz im Bereich des Gesellschaftsraumes deutlich gesteigert und bieten somit auch erhebliche Vorteile für die Stadt Linnich“, begründete der Bürgerverein seinen Zuschussantrag.

Der Beifall im Entscheidungsgremium, dem Kultur-, Sport- und Partnerschaftsausschuss hielt sich trotz aller Anerkennung in Grenzen. „Sind das Aufgaben des Vereins oder nicht eher Aufgaben der Stadt?“, fragte Andreas Venrath (CDU) nach der Verantwortlichkeit. Und nicht nur das: „Für uns ist die Maßgabe zu prüfen, ob das alles notwendig war“, meinte Beigeordneter Hans-Josef Corsten, der aus seiner Position – Nein zum Zuschuss – kein Hehl machte. Üblicherweise würden nur Maßnahmen gefördert, wenn der Antrag vor der Umsetzung eingereicht werde, „und nicht, wenn das schon abgeschlossen ist“.

Einen Präzedenzfall sollte man nicht schaffen, warnte Corsten. Auf die Nachfrage von Michaela Körffer (PKL), ob man die Vereine auf dieses Verfahrensweise nicht nochmals hinweisen könnte, hielt sich Corsten eher bedeckt. Ansprechen könne man das, aber die Stadt sollte in der Sache keinen offiziellen Brief verschicken. Letzteres könnte als Aufforderung aufgefasst werden, Anträge zu stellen, weil die Stadt wohl Geld haben müsse, wenn sie schon extra auf Förderungsmöglichkeit hinweise.

Marion Schunck-Zenker (SPD) hatte für diese Zurückhaltung volles Verständnis: „Die Vereine machen das schon lange. Die kennen die Modalitäten genau.“ Daher sollte die Stadt tunlichst nicht von der bisherigen Praxis abweichen. Diese Haltung zementierte die Abstimmung. Bei einer Enthaltung wurde der Zuschussantrag abgelehnt.

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