Jülich - Katastrophenschutz in Theorie und Praxis

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Katastrophenschutz in Theorie und Praxis

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Rettungssanitäter Tobias Blum
Rettungssanitäter Tobias Blumberg (l.) und Rettungshelfer Christoph Weissenbach (r.) demonstrierten die Einsatzmöglichkeiten aktueller Rettungsgerätschaften. Foto: DRK

Jülich. Der Kreisverband Jülich des Deutschen Roten Kreuzes bot den Helfern seiner Katastrophenschutzeinheit ein Ausbildungswochenende der besonderen Art. Etwa 20 Mitglieder erlebten eine Übung, die es zuließ, theoretisch Erlerntes zeitnah in die Praxis umzusetzen.

Der Meyer-Hof in Linnich-Boslar, vielen als Kleinod für Geburtstagsfeiern und Kinderspiele bekannt, stellte den Helfern der Einheit die räumlichen Möglichkeiten. Beeindruckt von der Massenkarambolage im Nebel auf der Autobahn A 31 im Münsterland wenige Tage vor der Übung, optimierte der Ausbildungsleiter Volker Derichs kurzerhand sein Ausbildungsprogramm und stellte die Versorgung von Trauma-Patienten in den Vordergrund.

„Gerade im Herbst und Winter ist die Gefahr von größeren Unfälle extrem hoch”, so Zugführerin Eva Mückter. „Unsere Kata-strophenschutzeinheit ist jedoch das ganze Jahr über einsatzbereit. Sie muss immer auf jede Schadenslage vorbereitet sein.”

Neben der Materialkunde wurde auch die medizinische Versorgung von schwerstverletzen Trauma-Patienten unterrichtet - unter anderem die neuesten Erkenntnisse in der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Behebung von Atemstörungen war ebenfalls Thema.

Dafür stand dem DRK neben mehreren Lehrrettungsassistenten auch ein Arzt zur Verfügung, der den Ausbildungsinhalt tiefgründig vermittelte. So thematisierte man die richtige Anwendung der Materialien des Baby-Kinder-Notfallkoffers und das korrekte Vorgehen bei Rettung und Transport. Abgerundet wurde die rund 32 Stunden dauernde Veranstaltung mit einer praktischen Übung, in der zwei verletzte Personen aus einer ungewöhnlichen Lage gerettet, versorgt und transportiert werden mussten.Das Szenario: eine Mutter und ihre Tochter verletzt auf dem Kletterturm des ländlichen Anwesens.

Zum Ende der Ausbildung waren sich Teilnehmer, Ausbilder und Organisatoren einig, dass sich das Wochenende und die investierte Freizeit „Aus Liebe zum Menschen” gelohnt hatten, wie das DRK Jülich mitteilt.
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