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Katastrophenalarm im Gansweid: Großübung der Feuerwehr

Von: jago
Letzte Aktualisierung:
Großübung der Linnicher Feue
Großübung der Linnicher Feuerwehr: Bei einem Brand in einem Lager mit Pflanzenschutzmitteln im Gansweid leisteten die Feuerwehrleute und Einsatzkräfte eine bemerkenswert professionelle Katastrophenbewältigung. Foto: Jagodzinska

Linnich. Keine vier Minuten waren nach dem Auslösen des Sirenenalarms vergangen, als bereits die ersten beiden Feuerwehrfahrzeuge des Linnicher Löschzugs am Einsatzort Gansweid eintrafen.

Der Großalarm zum Übungseinsatz galt einem Szenario, bei dem im Ernstfall sehr wahrscheinlich auch die angrenzenden Häuser hätten evakuiert werden müssen, galt es doch einen simulierten Störfall im Lager der Firma Himex zu bekämpfen, bei dem ein Teil der 150 Tonnen dort bevorrateten Pflanzenschutzmittel in Brand geraten waren.

Im Einsatz waren sämtliche Löschzüge der Stadt Linnich, ABC-Fahrzeugunterstützungsgruppen und Messeinheiten des Kreises Düren, die in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelte Werksfeuerwehr von SIG Combibloc, der Ortsverband Jülich des Technischen Hilfswerks (THW) sowie ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Aldenhoven.

Einsatzleiter Carsten Syben berichtete von etwa 80 bis 100 Personen, die für die Lösch-, Rettungs, Bergungs- und Sicherheitsmaßnahmen eingeplant waren.

Neben der Feuerwehrübung wurde gleichzeitig das interne Katastrophemanagement der Himex GmbH auf Herz und Nieren geprüft. Zusätzlich zu dem „inneren Störfall” galt es, einen (simulierten) Unfall auf dem Werksgelände logistisch zu bewältigen. Ein Staplerfahrer hatte beim Entladen eines Lkw, durch das Sirenengeheul aufgeschreckt, einen Großbehälter mit einer umweltgefährdenden Flüssigkeit beschädigt, die auf das Werksgelände auslief. Außerdem musste ein verletzter Mitarbeiter von der Lkw-Ladefläche geborgen werden, dessen Fuß zwischen Paletten eingeklemmt war.

Insgesamt wurde die Übung in der Nachbetrachtung als sehr gelungen eingestuft. Lediglich ein kurzzeitig aufgetretenes Kommunikationsproblem mit der neu zur Verfügung gestellten Digitalfunktechnik bedarf einer Analyse. „Gut, dass dies im Rahmen einer ansonsten mit bemerkenswert gutem Einsatz der Wehrleute abgelaufenen Übung festgestellt wurde”, resumierte Einsatzleiter Carsten Syben.

Den Einsatzkräften galt ein Dank für ihr großartiges Engagement, besonders auch, da die Übung nicht wie üblich an einem Samstag, sondern, um den Geschäftsverkehr nicht übermäßig zu beeinträchtigen, am Sonntagmorgen angesetzt worden war. Vor Ort im Einsatz waren 120 Kräfte, die einen bemerkenswerten präventiven Beitrag zur Katastrophenbekämpfung leisteten.
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