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Karnevalsorden-Wettbewerb zum dritten Mal gewonnen

Von: ahw
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Seriensiegerin mit einem Faibl
Seriensiegerin mit einem Faible für heiße Gerätschaften: Isabelle Schmitz absolviert in der Jülicher Goldschmiede Molls ihre Ausbildung. Foto: Wolters

Jülich. Isabelle Schmitz hat bei der Aachener Gold- und Silberschmiede-Innung unlängst den schönsten Karnevalsorden vorgelegt, der für die laufende Session an Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser verliehen wurde, Präsident des Bundesinstituts für Berufsausbildung.

Die 21-Jährige hat schon eine gewisse Routine bei der Verleihung von speziellen Karnevalsorden, denn zum dritten Mal in Serie hat die 21-Jährige, die im dritten Lehrjahr ihre Ausbildung bei Goldschmiedemeister Guido Molls in Jülich absolviert, mit einer Pretiose den nach Lehrjahren gestaffelten Wettbewerb der Innung gewonnen.

Jecke Orden für ein jeckes Jahr

Nachdem Schmitz in den Vorjahren jeweils einen Orden zum Umhängen gestaltet hatte, wählte sie ein Narrenzepter getreu dem diesjährigen Thema anlässlich des 111-jährigen Bestehens der Handwerkskammer: „Jecke Orden für ein jeckes Jahr. Alles außer gewöhnlich.”

In der Tat ist Isabelle Schmitz ein ungewöhnliches Stück gelungen. Ein Holzstock mit Ösen, an denen bunte Stoffbänder mit Schellen hängen, wird von einem silbernen Ei gekrönt, auf dem eine Narrenkappe thront und das sich öffnen lässt. Im Inneren des Eis befinden sich ein Miniatur-Dom, etwa 2x2 Zentimeter groß, und eine Spieluhr, die die Melodie vom „treuen Husar” intoniert.

Als Materialien wurden neben dem Grundstab aus Holz Messing, Kupfer und Silber verarbeitet. Das aus Kohlscheid stammende Goldschmiede-Talent schätzt, dass es rund 30 Stunden an dem Orden gearbeitet hat. „Ein bisschen Fummelei war dabei”, untertreibt sie eher den Aufwand, den sie bei Entwurf und Anfertigung des Zepters getrieben hat.

Ein bisschen sei sie auch Karnevalsjeck, verrät die junge Auszubildende noch, auch wenn sie keinem Karnevalsverein angehöre. Ihr Chef Guido Molls rechnet hoch, dass solch ein Zepter wohl 1000 bis 1500 Euro kosten würde, wenn es von einem Kunden bestellt würde. So darf sich Prof. Esser auch nur eine Session lang des Schmuckstücks erfreuen, denn anschließend wird der preisgekrönte Orden im Aachener Marschiertor aufbewahrt und ausgestellt, dem Hauptquartier der Stadtgarde Oecher Penn.

Isabelle Schmitz, die in einemJahr ihre Ausbildungs beendet, überlegt noch, ob sie anschließend ihren ursprünglichen Wunsch aufgreift, Edelstein- und Schmuckdesign zu studieren.
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