Linnich - Kann oder will die Politik nicht helfen?

Kann oder will die Politik nicht helfen?

Von: hfs.
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Auf dem an die Gartenstraße grenzenden Eck-Grundstück soll die rund 40 Quadratmeter große überdachte Abfallsammelstelle des Altenpflegeheims errichtet werden. Foto: hfs.

Linnich. „Wir bedauern sehr, die für sie unbefriedigende Situation nicht ändern zu können.” Schreibt die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Linnich an die Anwohner der Gartenstraße. Dort, auf dem Areal des ehemaligen Kindergartens, will Investor Raoul Pöhler namens der Ulla Schmidt GmbH aus Aldenhoven ein Altenpflegeheim bauen.

Was von den Linnichern begrüßt wird. Sie wehren sich aber gegen eine in unmittelbarer Wohnnähe geplante Abfall-Sammelstelle.

„Die Aussagen, die unser Ortsvorsteher Andreas Venrath gegenüber einigen wenigen Nachbarn gemacht hat, treffen nicht zu.” Sagt Dieter Thelen, der als Sprecher der Bewohner der Gartenstraße fungiert. Venrath ist es, der sich persönlich sehr um die Realisierung des Altenpflegeheims bemühte. Nachdem die Bewohner im Rahmen der Offenlegung ihre Bedenken geäußert hatten, diese aber von der Stadt nicht geteilt wurden, suchte Venrath das Gespräch mit einigen wenigen unmittelbar betroffenen Familien.

„Was die Mitbewohner letztlich überzeugte, war die Aussage von Herrn Venrath, dass die Abfallsammelanlage deutlich abgesetzt von der Gartenstraße in Richtung Mühlenteich erbaut werden soll. Unter diesen Voraussetzungen erklärten die so Informierten mündlich ihre Zustimmung zur Errichtung der Nebenanlagen des Altenpflegeheims”, berichtet Thelen. Als jedoch der Ratsbeschluss zur Errichtung des Heims gefasst wurde, war davon jedoch nicht mehr die Rede. „Die Aussagen unseres Ortsvorstehers trafen nicht in allen Punkten zu.ÊWir vermuten, dass ihm einige Informationen fehlten beziehungsweise er sie fehlerhaft interpretiert hat”, drückt sich Dieter Thelen sehr vorsichtig aus.

Die Abfallsammelanlage, von der die Anwohner vermuten, dass sie nicht nur starke Geruchsbelästigung verursacht, sondern auch durch ihr Äußeres zu einer Minderung des Wohnwertes führt, soll in unmittelbarer Nähe der Gartenstraße gebaut werden. Ein Umstand, den die gesamte CDU-Fraktion in ersten Gesprächen ablehnte, wie hinter vorgehaltener Hand kolportiert wird. Die Bedenken sollen sogar in einem Papier dargelegt worden sein. Das scheint erst vom Tisch zu sein, nachdem Venrath die Fraktion über das Einverständnis der Anwohner zu den Bauplänen informiert hatte.

„Ich habe nichts von Richtung Mühlenteich gesagt. Ich habe in den Gesprächen klar zum Ausdruck gebracht, dass die Abfallsammelanlage direkt vorne an der Gartenstraße, drei Meter von der Grundstückgrenze des ersten Hauses, gebaut wird”, bezichtigt Venrath die Anwohner, „nun eine Lüge in die Welt zu setzen.” Weiter möchte er sich zu den Vorgängen nicht äußern.
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