„Kann Frau nicht - gibt´s nicht”

Von: dol
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Im neu gestalteten Chemiesaal des Mädchengymnasiums zeigte Lehrerin Dr. Birgitt Fuchs (5. v.l. ) mit ihren Schülerinnen ein Experiment. Foto: Dolfus

Jülich. „Bildung ist die beste Zukunftsinvestition”, das meint nicht nur die Bundesregierung sondern auch Dr. Barbara Schellenberger von der Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft, in ihrem Vorwort des MGJ-Jahrbuchs 2010.

Sie nimmt damit konkreten Bezug auf ein Projekt, das am Mädchengymnasium Jülich (MGJ) abgeschlossen worden ist.

Moderne Energietechnik

Mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, das die Stadt Jülich den privaten Bildungsträgern der Stadt zur Verfügung stellte, wurden in rund einjähriger Bauzeit energetische Sanierungsmaßnahmen im Klassen- und Naturwissenschaftstrakt vorgenommen. Federführend war hier Architekt Joachim Loseck.

Insbesondere die Fensterfronten entsprechen nun den Ansprüchen moderner Energietechnik, ebenso wurden Decken und Böden in den 70er-Jahre-Bauten nach heute gängigen Standards saniert. Außerdem erhielten die Fachräume für Biologie, Chemie und Physik eine hochwertige Innenausstattung für die Lehre. Insbesondere für die Ausstattung der naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume wurden neben den 386.000 Euro, die die Stadtrat dem MGJ vor etwa einem Jahr zugesagt hatte, und den 50.000 Euro vom privaten Träger auch zahlreiche private Spenden eingesetzt.

Vertreter der Stadtverwaltung, Förderer, Lehrer des Mädchengymnasiums und anderer Schulen, sowie Prof. Dr. Angelika Merschenz-Quack von der FH Aachen, Abteilung Jülich, begrüßte Schulleiterin Maria Bardenheuer zur Präsentation des Ergebnisses.

Prof. Merschenz-Quack hielt einen kurzen Vortrag mit dem Tenor: „Kann Frau nicht - gibt´s nicht!” Sie betonte auch, wie wichtig es für den Lernerfolg sei, experimentieren zu können: „Wenn man etwas begreifen und anfassen kann, dann behält man es auch.”

Tatsachen geschaffen

Jülichs Beigeordneter Martin Schulz staunte, wie zügig das MGJ mit dem Geld aus dem Konjukturpaket Tatsachen geschaffen hat.

Die städtischen Schulen müssen dagegen aufgrund verwaltungsrechtlicher Vorschriften wie der europaweiten Ausschreibung geplanter Sanierungsmaßnahmen länger auf die Umsetzung warten. Voller Stolz demonstrierten einige MGJ-Schülerinnen im Biologiesaal die Vorzüge des neu angeschafften „Whiteboards”, einer elektronischen Tafel, auf der Computeranwendungen von den Mädchen bearbeitet werden können. So erfuhren die Festgäste nebenbei auch noch etwas über die Welt der Insekten.

Physiklehrer Michael Escher erläuterte in den Räumen seines Fachbereichs, dass das MGJ hier Lehrmittel im Baukastensystem angeschafft habe, die vor allem Physik-Grundlagen vermitteln. Im Chemiesaal zeigten Schülerinnen unter Anleitung von Lehrerin Dr. Birgitt Fuchs ein Experiment, bevor sich die Festgäste zum abschließenden Imbiss mit lebhafter Diskussion im Foyer der Schule einfanden.
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