Aldenhoven - Kanaa im Kindergarten: Nach Jesu Vorbild alles geteilt

Kanaa im Kindergarten: Nach Jesu Vorbild alles geteilt

Von: rb
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Pfarrer Charlie Cervigne plädiert für ein heiteres Fasten: „Viele sind in der Zeit nach Karneval so furchtbar ernst”, hat er festgestellt.

Aldenhoven. Fasten bedeutet Verzicht. Fasten heißt, sich zusammenzureißen und der Lust auf Schokoladen, Zigaretten oder Alkohol nicht nachzugeben. Eigentlich keine schöne Vorstellung. Doch wer in der Fastenzeit unglücklich ist, hat ihren Sinn nicht verstanden - da ist sich Pfarrer Charlie Cervigne sicher.

„Viele sind in der Zeit nach Karneval so furchtbar ernst”, bedauerte er, bevor er den Gottesdienst für Groß und Klein in der evangelischen Kirche begann. „Doch heute wollen wir ein Fest im Sinne Jesu feiern.”

Der Aufhänger des Gottesdienstes war die Hochzeit von Kanaa. Was braucht man für eine Hochzeitsfeier? Natürlich einen Bräutigam, eine Braut und ganz viele Gäste. Die kleinen Darsteller des evangelischen Kindergartens hatten sich chic gemacht. „Nein, Karneval ist vorbei”, schmunzelte Cervigne.

Die Kostüme gehörten zum Schauspiel, das die Kinder gemeinsam mit ihren Kindergärtnerinnen einstudiert hatten, um diese typische Jesugeschichte zu erzählen.

„Wir wollen Wein”

Nach der feierlichen Trauung des Brautpaares, die bei den Kindern für allerlei Vergnügen und Grinsen sorgte, wurde gegessen und getanzt - bis der Wein ausging. „Wir wollen Wein! Wir wollen Wein!” hallte es durch die Kirche.

Jesus, der als Ehrengast ebenfalls bei der Hochzeit zugegen war, ging sofort in die imaginäre Küche und ließ die Küchenhelfer Wasser holen. Wenig später hatten die Hochzeitsgäste wieder genug Wein zum Anstoßen. So lernten die Kindergartenkinder und vielleicht auch einige Erwachsene die Geschichte kennen, in der Jesus Wasser zu Wein verwandelte.

„Dieses Wunder geschah in Kana. Dort in Galiläa zeigte Jesus zum ersten Mal seine göttliche Macht. Und seine Jünger glaubten an ihn”, berichtet der Evangelist Johannes.

„Die Bibel berichtet, dass Jesus gerne gefeiert hat”, verriet Pfarrer Cervigne zudem, der als Erzähler auch durch die Geschichte führte. „Sicher hatte er auch das eine oder andere Mal einen dicken Kopf.” Die Menschen sollten feiern in ihrem Leben. Das sei erlaubt - auch und vielleicht gerade in der Fastenzeit. Schließlich könne man darauf vertrauen, dass alles, was der Mensch zum Leben braucht, von Gott kommt.

Und so wollte Cervigne auch an diesem Morgen mit der Gemeinde feiern. Es gab Brot, Käse, Trauben und Saft für alle. Nach dem Vorbild Jesu wurde alles geteilt. „Wir wollen eine Gemeinschaft werden”, wünschte sich Cervigne. „Denn das ist der Himmel auf Erden und der soll hier beginnen - nicht erst nach dem Tod.”

Die Gemeinde saß eng beisammen. Sie sang, trank und aß gemeinsam, und jeder sollte sich willkommen fühlen, um anschließend mit einem fröhlichen Gesicht zurück in den Alltag zu starten und anderen dieses Gefühl der Gemeinschaft zu vermitteln.

Das vertreibt die traurigen Gesichter - und vielleicht fällt es dann manchen auch leichter, die Finger von verlockenden Süßigkeiten zu lassen.
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