Kampf den Keimen: Händewaschen für Fortgeschrittene

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Für saubere Hände: Brigitte Schweiggl, Hygienefachschwester ( 2. v. re.) erläutert einer Teilnehmerin die fachgerechte Anwendung der Händedesinfektion. Eine weitere Teilnehmerin (li.) überprüft im „Blaukasten”, ob sie ihre Hände richtig desinfiziert hat.

Jülich. In Krankenhäusern, wo viele Menschen täglich miteinander in Kontakt treten, muss besonders großer Wert auf die Hygiene der Mitarbeiter gelegt werden, vor allem aber auf die Handhygiene. Darauf machte der „Tag der Hände” im St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich aufmerksam.

Alle Berufsgruppen und interessierten Bürger waren zu diesem Aktionstag im Umgang mit der richtigen Desinfektion der Hände eingeladen. Einen ganzen Tag stand Brigitte Schweiggl, Hygienefachschwester des Krankenhauses, den Interessierten zur Verfügung, um über die Bedeutung und fachgerechte Anwendung der Händedesinfektion zu informieren.

Die Reinigung der Hände sei deshalb von großer Wichtigkeit, weil sich viele Krankheitserreger auf den Handflächen bilden und etwa beim Händeschütteln schnell übertragen werden können, so Schweiggl. Die Hände stehen bei der Übertragung von Krankheitserregern an vorderster Stelle, sagte die Expertin.

Mit einem so genannten Blaukasten konnten Interessierte ganz einfach die richtige Händedesinfektion überprüfen. Hier hielten zahlreiche Teilnehmer ihre Hände unter UV-Licht, und ein fluoreszierendes, bei Bestrahlung blau aufleuchtendes Mittel verriet, welche Stellen nicht mit Desinfektionsmittel benetzt waren. Unterstützt wurde sie bei der Veranstaltung von Kornell Storms, Hygienereferent von Ecolab Deutschland.

Bei der Händedesinfektion gilt: Gründlichkeit zählt doppelt. Im Krankenhaus ist die richtige Händedesinfektion die wichtigste Maßnahme gegen die Ausbreitung von Keimen. Entscheidend für die Wirkung ist die vollständige Benetzung der Hände mit dem Desinfektionsmittel.

Renardo Schiffer, Kommissarischer Kaufmännischer Direktor, des St. Elisabeth-Krankenhauses, begrüßte die Aktion sehr: „Untersuchungen zeigen, dass durch eine Verbesserung der Händedesinfektion das Auftreten von Kran kenhausinfektionen reduziert wird.”

In Deutschland treten etwa 500.000 Krankenhausinfektionen im Jahr auf. Sie führen zu zusätzlichem Leid der Patienten, zur Verlängerung der Krankenhausverweildauer und damit auch zu zusätzlichen Kosten.

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung und das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen haben die Kampagne für deutsche Gesundheitseinrichtungen ins Leben gerufen. Sie bündelt Partner aus dem Gesundheitswesen, Politik, und Gesellschaft, um die Thematik der Händedesinfektion und ihre Bedeutung in der Prävention von Krankenhausinfektionen hervorzuheben.
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