Kalrath feiert eine „superjeile Zick“

Von: ptj
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Orientfeeling in der Alten Schule Kalrath: Die „Wüstenblumen“ zeigen „Bezauberndes aus 1001 Nacht“. Foto: Jagodzinska

Kalrath. „Wor ne superjeile Zick. Et wor ärsch schön, ne Edith?“ Im Rahmen eines Aufräum-Sketches verabschiedete sich der ehemalige Pfarrgemeinderat als Veranstalter der jährlichen Karnevalssitzung in der Alten Schule Kalrath.

Über 30 Jahre lang hatte er stets „für tolle Sitzungen“ gesorgt, jetzt trat er in die zweite Reihe zurück. In einer Waschsalon-Einlage lief der große Blazer des ehemaligen Sitzungspräsidenten Wolfgang Schnitzler gründlich ein und passte seiner Nachfolgerin Maritta Sieben wie angegossen.

So wurde mit viel Applaus der alte Ausrichter verabschiedet und der neue eingeführt. Natürlich war die „Leistung der letzten Jahre eine Rakete wert“. Sieben vergaß nicht, jedem scheidenden Pfarrgemeinderatsmitglied eine Urkunde samt Schnaps-Orden zu verleihen. „Einer alleine kann so eine Sitzung zwar moderieren, aber überhaupt nicht organisieren“ – mit diesen Worten stellte Sieben das neu gegründete, vielköpfige und deutlich jüngere Kalrather Karnevalskomitee (KKK) vor. Aus dem alten Pfarrgemeinderat wechselte alleine Doro Müller ins Karnevalskomitee.

Alle Dreigestirne, die bislang das stets fehlende Kalrather Trifolium ersetzten, wurden nacheinander ausgiebig gefeiert: Das Bedburger Stadtdreigestirn Prinz Udo I., Bauer Philipp und Jungfrau Michaela, „ausgeliehen“ aus der KG „Mülle Jonge“ Kirchherten. Für Hochstimmung sorgten die Irresheimer Tollitäten mit ihrer blau-gewandeten Prinzengarde „Fuul Fött“, die es sich nicht nehmen ließ, den „Föttchentanz“ aufzuführen.

Prinz Wolli I. feierte just am Sitzungstag seinen 50. Geburtstag. In seiner Feierlaune proklamierte er das erste Kalrather Trifolium, bestehend aus „Prinz Maritta“, Bauer Doro und Jungfrau Verena. In der Sitzung nicht fehlen durfte das Ophertener Dreigestirn Prinz Norbert I., Bauer Basti und Jungfrau Bernadine.

Wie angekündigt bestand das abwechslungsreiche Bühnenprogramm „nur aus Höhepunkten“. Verführerisch zeigten die Elsdorfer „Wüstenblumen“ mit ihrem Bauchtanz „Bezauberndes aus 1001er Nacht“. In zwei flotten Tanzeinlagen brachten die „Kalrather Schnittchen“ kräftig Stimmung und Cowboyfeeling in den Saal. Als kölsche Clowns präsentierten sich „Monserrat Caballé & Luciano Pavarotti“.

Für die entsprechende Würze in der Bütt sorgten Kalrather Eigengewächse. Ein Beispiel ist der „verrückte Einkaufsbummel“ mit „Traudche“ alias Agathe Keldenich und Jupp (Newcomer Toby Schmidt). Er wurde mit vielen Umkleidemanövern in einer Boutique neu eingekleidet. Bedingt durch die geschickte Verkäuferin Doro Müller musste Jupp sein neues Outfit schließlich Stück für Stück wieder ablegen. Traudchen hatte indes für sich neue tolle Klamotten entdeckt.

Das fulminante Finale einer gelungenen Sitzung gestalteten traditionell die „Dreamboys“. Augenzwinkernd sexy präsentierten sie das Ballett „Schwanensee“, mit dem sie einst begonnen hatten. Der einzige schwarze unter weißen Schwänen war Wolfgang Schnitzler, der sich mit diesem Auftritt ebenfalls aus dem Männerballett verabschiedete.

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