„Kahlschlag“ auf Jülicher Sparkassen-Parkplatz?

Von: -vpu-
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Parkplatz unter Bäumen, die bald voll belaubt sind, an der Bahnhofstraße: Die Grünen fürchten hier einen „weiteren Kahlschlag“. Foto: Uerlings

Jülich. Schräg gegenüber des Schwanenteichs und ein paar Meter neben dem Kaiserhof könnte ein weiterer Neubau entstehen. Auf dem heutigen Sparkassenparkplatz an der Bahnhofstraße, der von vielen Bäumen eingefasst wird, soll ein Büro- und Verwaltungsgebäude errichtet werden.

Dieser Antrag liegt der Stadtverwaltung Jülich vor. Der Planungsausschuss soll am Donnerstag in öffentlicher Sitzung einen Bebauungsplan aufstellen. Das Bauprojekt könnte natürlich nur Realität werden, wenn die Bäume gefällt werden. Dagegen regt sich im Vorfeld Widerstand. Die Bündnisgrünen warnen vor einem „weiteren Kahlschlag“, den sie ablehnen.

Laut Sitzungsvorlage plant der Antragsteller den Bau eines „viergeschossigen Grundbaukörpers mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss in Anlehnung an die Geschossigkeit des Kaiserhofs mit drei Vollgeschossen und ausgebautem Dachgeschoss“. Entstehen sollen auch ein bis zwei Untergeschosse, die dann zum Teil als Tiefgarage genutzt würden.

Dr. Lutz Baumgarten (Bündnis 90/Grüne) hegt Argwohn, wie er Dienstag darlegte: Auch wenn der Antragsteller nicht namentlich genannt sei, könne es sich in Anbetracht der aktuellen Diskussionen und der Größe des Gebäudes nur um das sogenannte „Jülicher Kreishaus“ handeln. Das Grundstück habe auch auf der Vorschlagsliste der Stadtverwaltung an den Landrat gestanden.

Der Jülicher Beigeordnete Martin Schulz nahm dazu auf Anfrage unserer Zeitung am Dienstag kurz Stellung: „Das muss nicht heißen, dass hier das ,kleine Kreishaus‘ entstehen soll“, denn der Eigentümer habe bereits weiter zurückliegend Bauabsichten auf der Fläche zum Ausdruck gebracht.

Lutz Baumgarten ist sich aber sicher: „Hier soll ein wichtiges Stück Grün in Jülich einem Verwaltungsgebäude geopfert werden, das an anderer Stelle viel sinnvoller realisiert werden könnte.“ Und weiter: „Wir haben bereits mehrfach die alte Realschule ins Spiel gebracht, die ab Sommer zur Verfügung steht“.

Und bei einem Neubau wäre aus Sicht der Grünen das Grundstück hinter dem alten Rathaus, bestehend aus Parkplatz und Rathauspassage, „weit besser geeignet“.

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