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Julab, Teil II: Die Erfolgsstory wird fortgesetzt

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Drei Männer „vom Bau”: Elanvoll legen (v.l.) FZJ-Vorstandschef Professor Achim Bachem, Staatssekretär Thomas Rachel und Julab-Leiter Karl Sobotta mit den Arbeiten zur Erweiterung des Schülerlabors los. Foto: Uerlings

Jülich. Wenn das Team des Schülerlabors (Julab) Veranstaltungen im Internet veröffentlicht, ist eines immer sicher: Innerhalb von zwei Tagen sind sie ausgebucht. „Manchmal auch in zwei Stunden”, sagt der Leiter der Einrichtung, Karl Sobotta nicht ohne ein stolzes Lächeln.

Das beweist schließlich, wie genau die Angebote dieser Bildungsstätte für junge Menschen im Forschungszentrum den Geschmack der Zielgruppe treffen. Alle Fans dürfen sich nun freuen. Vielleicht 2010, garantiert aber Mitte 2011 kann das Julab erheblich mehr junge Forscher aufnehmen. Am Freitag fiel der Startschuss für den Anbau, der die Möglichkeiten beinahe verdoppelt.

420 Quadratmeter Nutzfläche gewinnt das Team um Julab-Leiter Karl Sobotta hinzu. Und optisch wird die Einrichtung erheblich aufgewertet, da der neue Vorbau mit einer der Kundschaft entsprechenden poppigen Außengestaltung daher kommen wird. Das alles ist nicht billig. 1,71 Millionen Euro soll der zweite Teil der Erfolgsstory kosten. Freilich profitiert das Forschungszentrum als „Mutter” der Nachwuchsakademie von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II.

Drei „an der Schüpp”

Von daher dankte Professor Achim Bachem, Vorstandschef des Forschungszentrums, vor allem dem „Botschafter” des Kreises Düren in Berlin, Thomas Rachel. Der Parlamentarische Staatssekretär hatte auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam gemacht und stand beim Spatenstich neben Bachem und Sobotta „an der Schüpp”.

„Das Julab ist eines unserer Highlights, in dem vielleicht genau die Mitarbeiter begeistert werden, die in 20 Jahren im Forschungszentrum arbeiten”, erklärte Professor Bachem. Thomas Rachel untermauerte das: „Es gibt einen deutlichen Nachwuchsmangel im naturwissenschaftlichen Bereich.” Vom Neubau profitiere später die gesamte Region, das das „alte” Schülerlabor von Mädchen und Jungen aus diesem Einzugsbereich besucht werde, so Rachel, der schon eine „Einladung an alle Schulen im Kreis Düren und darüber hinaus” aussprach, die Einrichtung weiter fleißig zu nutzen.

In der Vergangenheit sind das zwischen 2500 und 3000 Schülerinnen und Schüler im Jahr gewesen. Zudem wurden und werden im Julab Erzieher, Lehrer und Lehramtsanwärter fortgebildet.

Die Angebote der naturwissenschaftlichen „Grundschule” sind - siehe oben - heiß begehrt. Da finden sich Themen wie „GMR - Immer schneller, immer kleiner - Der Nobelpreis in deinem PC” oder „Supraleitung - Wenn Züge schweben...”, aber auch „Chiffrierung-Dechiffrierung - Verschlüssele Deine eigenen Geheimbotschaften”. Das alles bewerkstelligt bislang eine fünfköpfige feste Mannschaft plus zwei Auszubildenden sowie mehreren studentischen Hilfskräften. „Wir wollen keinen Frontalunterricht und versuchen ein Verhältnis von einem Dozenten auf sechs Schüler zu erreichen”, berichtet Sobotta.

Wenn der Neubau einmal fertig ist, kann sich das Julab völlig neu aufstellen. Im alten Gebäude bleiben dann Räume für Biologie- und Chemie-Experimente. Der andere Teil soll wiederum die Fachrichtungen Mathematik, Informatik und Physik beheimaten. Ein kleiner Hörsaal sowie eine begehbares Dach gehören dazu, wie der Julab-Leiter erläuterte. Karl Sobotta: „Wir sind richtig stolz, noch mehr jungen Menschen die Chance geben zu können, hier Naturwissenschaften zum Anfassen zu erleben.” Vor fünf Jahren beim Start der Einrichtung habe man sich nicht träumen lassen, dass es einmal einen Anbau geben wird. „Da haben wir uns gefragt, ob es uns in ein paar Jahren noch gibt”, erinnert sich Sobotta. Ein gutes Konzept, ein motiviertes Team und das Gespür für jugendrelevante Themen verhinderten, dass diese Befürchtungen Realität wurden.

Der größte Bereich im Neubau ist ein Labor von 150 Quadratmetern, in dem 30 Schüler arbeiten können. Wenn das Julab weiter so angenommen wird, reicht wohl selbst dieser Platz nicht aus.
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