Jugendbus „Die Wilde 13“ rollt zu „kleinen Strolchen“

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Jülich. „Die Wilde 13“ rollt weiter. Seit August 2010 hatte der Jugendbus, eine Kooperation des Kreises Düren mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Düren, montags das Familienzentrum „Die kleinen Strolche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Jülich angesteuert.

„Ich denke, dass wir das Ziel erreicht haben, die Jugendlichen an das Bhaus anzubinden“, erklärt Jens Musche vom SkF, der mit zwei weiteren Mitarbeiterin und Tobias Storms die mobile Jugendarbeit vor Ort betreut.

Das „Bhaus“ ist die liebevolle Bezeichnung der Kinder und Jugendlichen für „ihr“ Dietrich-Bonhoeffer-Haus, wo Storms als Leiter die Offene Kinder- und Jugendarbeit gewährleistet. Dieser zeigt sich von der guten Brückenfunktion des Busses sehr angetan.

Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 21 Jahren können sich hier bei Karten-, Brett- und Computerspielen messen und bekommen dabei Kontakt zu den Sozialpädagogen. Dadurch entstehen soziale Kontakte in einem geschützten Bereich, in dem sie sich ungezwungen, aber gleichzeitig auch verantwortungsvoll bewegen können.

Der Bus kommt oft zum Einsatz, wenn in bestimmten Orten keine entsprechende Einrichtung vorhanden ist. In Jülich hatte er hingegen die Aufgabe, der Zielgruppe den Zugang zum „Bhaus“ zu erleichtern, das die Jugendlichen entweder nicht gut genug kennen, oder Hemmungen haben, dorthin zu gehen.

Beim Abschied des Fahrzeugs unterstrich Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel: „Es ist wie bei einer Urlaubsreise. Wenn man sie einmal angetreten hat, ist sie schnell vorbei.“ Er betonte die damit verbundene erfolgreiche Jugendarbeit ähnlich wie im Stadtteil Koslar, wo der Bus bereits zweimal Station machte. Dabei hat sich übrigens auch ein Pärchen gefunden, das auch jetzt noch einmal vorbeischaute.

Den Dank gab Gregor Dürbaum, Jugendamtsleiter des Kreises Düren, an die Stadt Jülich zurück, die „unbürokratisch mit auf dieses Schiff“ eingestiegen sei und trotz knapper Kassen hier als letztes den Sparstift angesetzt habe. Schließlich sei diese Arbeit eine Investition in die Zukunft.

Umtriebig ist der umgebaute Linienbus auch weiterhin nicht. Der Montag ist bereits fest reserviert.

Künftig reist „Die wilde 13“ an diesem Wochentag nach Nideggen. Ansonsten steuert das Fahrzeug die Ortschaften Embken (mittwochs), Gey (donnerstags) und Kreuzau an.


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