Welldorf/Güsten - Jülichs größter Fußballverein steht im Regen

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Jülichs größter Fußballverein steht im Regen

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Bei Grün-Weiß ist für (v.r.) Hans Peter Lingens, Günther Dübbel und Karl-Heinz Albersmeier alles in Ordnung - bei schönem Wetter. Foto: Uerlings

Welldorf/Güsten. Der Sportverein Grün-Weiß Welldorf-Güsten hat eine eindeutige Ausrichtung: in die Breite. Den Klub im Doppelort zieht es mit seinen Seniorenteams nicht in die höchsten Ligen. Dafür leistet er sich anderes: eine große Jugendabteilung. Mit inzwischen 17 Mannschaften im Spielbetrieb ist er der größte Fußballverein der Stadt Jülich.

Ob das noch lange so bleibt, scheint aber fraglich, denn die allein 163 Nachwuchskicker teilen sich einen von Grund auf maroden Platz, der Training und Spiele beizeiten zum Wassersport verkommen lässt. Der Vorstand schlägt Alarm.

Karl-Heinz Albersmeier wird deutlich und spricht von „Jülichs vergessenen Kindern”, die „im wahrsten Sinn des Wortes im Regen stehen gelassen werden”. Der Vorsitzende und seine Mitstreiter sind ziemlich sauer auf Rat und Verwaltung, die noch vor weniger als einem Jahr einen Kunstrasenplatz für 700.000 Euro versprochen und beschlossen hatten.

Als nach der Wahl häppchenweise die desaströse Haushaltslage der Stadt offenkundig wurde, verschob eine breite Mehrheit das Projekt stiekum in die Zukunft, wobei es mehr als illusorisch erscheint, dass es in naher Zukunft noch etwas geben könnte.

Die Grün-Weißen brauchen aber dringend eine Lösung, die nicht zwingend Kunstrasenplatz heißen muss. Sonst dürften viele Kinder den Spaß am Sport in Welldorf-Güsten verlieren, fürchten auch Geschäftsführer Hans-Peter Lingens und Vorstandsmitglied Günther Dübbel. Karl-Heinz Albersmeier denkt noch weiter: „Wenn es keinen bespielbaren Fußballplatz mehr gibt, dann gibt es auch bald den SV Grün-Weiß nicht mehr. Das gesamte Dorfleben nimmt Schaden.” Denn das Umfeld des Sportplatzes dient auch den Schützen, den Roten Funken und dem Karnevalsverein.

Größtes akutes Problem nach dem strengen Winter und den regenreichen letzten Wochen ist die Nässe, die laut Vorstand durch eine mangelhafte Drainage nicht ausreichend abfließen kann. Die dadurch entstehende Staunässe hat zur Folge, dass niemals der gesamte Platz zur Verfügung steht. An die 100 Spiele sind laut SV schon ausgefallen. Jetzt kommen „englische Wochen” in Serie, die für jeden Betroffenen eine Kraftanstrengung besonderer Art darstellen.
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