Jülicher Schau würdigt Arnold Schlader

Von: Kr.
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Präsentierten und unterstützten die Ausstellung mit Werken von Arnold Schlader samt Katalog im Koslarer de Nickel-Schuppen (v. l.): Professer Frank Günter Zehnder,Landrat Wolfgang Spelthahn, Petra Thouet, Sarah Schlader, Silvia Schlader, Greta Thouet, Guido von Büren, Dr. Iris Nestler, Günther Kròl und Dr. Peter Nieveler. Foto: Gerda Kròl

Jülich/Koslar. „Im Abschied liegt die Geburt der Erinnerung“, zitierte Petra Schlader-Thouet den Künstler Salvatore Dali. Erinnern wollte man sich an den Familienvater, Pädagogen, Künstler und vor allem Menschen Arnold Schlader, der 2010 im Alter von 66 Jahren diese Welt verlassen musste. Sein Leben und seine Kunst findet nun Würdigung in einem Katalog, der im Koslarer de Nickel-Schuppen vorgestellt wurde.

„Sie blättern durch das Leben und Schaffen unseres Vaters. Dieser Katalog ist von einer Vielfältigkeit und Farbenpracht, die auch seine Arbeit als Künstlers kennzeichnete“, erklärte seine Tochter in ihrem Begrüßungswort. Im Namen der Familie dankte sie der Kunstakademie Heimbach, Landrat Wolfgang Spelthahn und Prof. Frank Günter Zehnder als Herausgeber, den Autoren Dr. Iris Nestler, Guido von Büren und Dr. Peter Nieveler sowie dem Fotografen Günther Kròl.

Ihr Dank galt natürlich auch den Sammlern, die ihre wertvollen Stücke für einen Tag ausliehen, um sie für den Katalog ablichten zu lassen. „Er musste so früh von uns gehen, weil sie dort oben einen Keramiker brauchten“, meinte Wolfgang Spelthahn und fügte hinzu: „Arno hat das große Privileg, als großer Künstler weiterzuleben. Wir haben viele positive Erinnerungen durch seine Werke.“

Er sah es an der Zeit, Schladers Leben und Schaffen durch einen solchen Katalog zu würdigen, denn er habe Großartiges geleistet. Dabei erinnerte er an die vielen großen und kleinen Projekte, die er im Kreis Düren verwirklichte, an das Stammhaus in Jülich, in dem man ihn schmerzlich vermisst und an all die Werke, die er mit seinen Schülern gestaltete. „Unser Ziel war es einen ersten Gedenkstein zu setzen. Hier wurde mit heimischer Kompetenz internationales Format geschaffen. Wir brauchen uns damit nicht zu verstecken“, lobte Spelthahn alle Beteiligten.

Auf rund 170 Seiten mit zahlreichen Fotografien, hervorragenden Texten und einem umfassenden Werksverzeichnis gibt das Buch, das im renommierten Wienand Verlag erschienen ist, einen Einblick in die Arbeit des Keramikers. In seinem Vorwort erinnert Landrat Spelthahn noch einmal an den Menschen Arnold Schlader, und Professor Frank Günther Zehnder lässt den Künstler selbst zu Wort kommen.

Dr. Iris Nestler widmet sich der Bedeutung der Säulen, die Schlader schuf, davon alleine 14 in den letzten vier Monaten seines Lebens. Den de Nickel-Schuppen stellt Guido von Büren vor, den Schlader zu einem beliebten und hoch geschätzten Ort der kulturellen Begegnung machte.

Dr. Iris Nestler, die an diesem Tag das Wirken Schladers noch einmal Revue passieren ließ, schrieb ihm neben seinen großen menschlichen Tugenden wie Großherzigkeit, Toleranz, Fairness als ganz wichtigen Charakterzug auch Humor zu, der sich in so vielen seiner Arbeiten widerspiegelt. „Sein Anliegen war es, uns im Trott des Alltäglichen ein Schmunzeln zu entlocken“, sagte sie.

Doch Schlader war noch mehr, ein ausgezeichneter Pädagoge, ausgestattet mit einem sicheren Gespür für gute Kunst. „Für Arnold Schlader gibt es keinen Ersatz – in keiner Institution, die das Glück hatte, mit ihm arbeiten zu dürfen“, betonte sie und schloss ihre Ausführungen mit einem Satz des Jülicher Alt-Bürgermeisters Dr. Peter Nieveler: „Sein Lächeln war das Leuchten seiner Seele, seine Kunst das Bild seines Wesens.“

Spätestens in diesem Moment hatten viele Anwesende das Gefühl, dass ihnen ihr Freund Arnold Schlader von „seiner Wolke“ aus zusehen würde. Er war sicherlich zufrieden mit dem, was er sah. Zahlreiche Menschen erfüllten seinen De Nickel Schuppen wieder mit Leben. Seine Familie hatte es verstanden, eine Reihe seiner Werke für diese Ausstellung hervorragend zu platzieren. Ergänzt wurden sie durch großformatige Fotografien, und der Katalog spricht ebenfalls eine deutliche und positive Sprache. Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Bernhard Schultze.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Oktober geöffnet, jeweils dienstags bis samstags von 17 bis 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Erhältlich ist dort sowie im Buchhandel der Katalog zum Preis von 29,80 Euro. Der Erlös aus dem Verkauf geht an die Internationale Kunstakademie Heimbach, die Arnold Schlader sehr am Herzen lag.

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