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Jülicher Mädchengymnasium feiert den Titel Europaschule

Von: dol
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Schülerinnen des MGJ hatten eigens für den Festakt einen eigenen Europa-Rap einstudiert, der beim Publikum für Begeisterung sorgte. Foto: Dolfus

Jülich. Mit einem Festakt feierte das Jülicher Mädchengymnasium seine Zertifizierung als Europaschule. Die eigentliche Auszeichnung durch Schulministerin Barbara Sommer hatte das MGJ bereits im August 2008 erhalten.

Zum Konzept der Europaschule am Mädchengymnasium gehören unter anderem ein großes Angebot von Fremdsprachen, bilinguale Unterrichtsmodule, internationale Projekte und Schulpartnerschaften. Durch die Zertifizierung kommen internationale Berufspraktika und die Teilnahme an interkulturellen Projekten mit ins Angebot. Außerdem hat das MGJ nun eine bessere Möglichkeit zur Kooperation mit europäischen Institutionen und zum Austausch mit anderen Europaschulen.

Gemeinsam mit dem Aachener Generalvikar Manfred von Holtum und Prälat Dr. Christoph Bockamp, Regionalvikar des Opus Dei in Deutschland, hatten die Schülerinnen, Lehrer, Eltern, Freunde und Förderer der Schule zunächst eine Heilige Messe in der Schulkapelle gefeiert. Im Anschluss begrüßte der MGJ-Chor die Anwesenden mit einem sprachlich bunten Lied „Hallo, bonjour, calimera” im Pädagogischen Zentrum.

Schulleiterin Maria Bardenheuer dankte in ihrem Grußwort ihren Vorgängerinnen Dr. Rosemarie Rheinbold und Ines Nagelschmitz: „Wir ernten jetzt, was Sie damals schon gesät haben!” Denn erste Curricula für einen Unterricht mit Europa-spezifischen Inhalten hatte es am MGJ schon 1994 gegeben unter Dr. Rheinbold als Schulleiterin. Schüleraustausch und ein vielfältiges Fremdsprachenangebot gehörten damals schon fest zum Schulprogramm.

Dem Festakt wohnten außerdem zahlreiche Vertreter anderer Schulen aus der Umgebung bei sowie Schuldezernent Dr. Martin Kupsch, Bürgermeister Heinrich Stommel, CDU-Staatssekretär Thomas Rachel (MdB) und Landtagsabgeordneter Josef Wirtz (CDU). Sie alle lobten das europäische Engagement des MGJ, das einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt dieses Bündnisses leisten könne, wie Rachel hervorhob: „Wer Europa als Heimat sieht, wird auch bereit sein, für seine Werte und die demokratische Grundordnung einzutreten.”

Die europäischen Werte, insbesondere die christlichen, sprach auch Festredner Kurt Malangré, ehemaliger Oberbürgermeister von Aachen und ehemaliges EU-Parlamentsmitglied, an. Christliche Werte gehörten unverrückbar zu einem stabilen Europa hinzu. In seinem Vortrag „Europa: Herkunft und Zukunft” lieferte er einen Abriss europäischer Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart und servierte seine Schlussfolgerungen für die Zukunft.

Nachdrücklich plädierte Malangré für die Einigung auf eine europäische Verfassung und die Abkehr vom Einstimmigkeitsprinzip: „Die EU muss sich zumindest aus der selbst auferlegten Fessel der Einstimmigkeit befreien.” Nur ein in sich einiges Europa sei ein starkes Europa und nur diese habe eine Chance auf der weltpolitischen Bühne. Der jüngste Gasstreit habe bereits angedeutet, was „Russland mit einem handlungsunfähigen Europa machen kann”.

Die Schülerinnen des MGJ taten denn auch ihr Bestes, um ihrer Begeisterung für ein einiges und starkes Europa Ausdruck zu verleihen. Da gab es einen „Tanz der Nationen”, einen Beitrag des Chores „Love is the message” und einen eigenen „Europa-Rap”, dessen Refrain lautete: „MGJ liegt in Europa, Europa lebt am MGJ!”
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