Jülicher KiTa setzt sich für „ihren” kranken Felix ein

Von: tee
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Jülich. Wenn Namen Glück bringen, ist „Felix” eine gute Wahl: Der Sechsjährige aus der Gruppe 3 im Jülicher St. Marien Kindergarten kann diesen Schutz gut gebrauchen - er hat Krebs und die Zuneigung und Hilfe seines Kindergartens.

Alle zwei Jahre feiert der Marienkindergarten ein Fest: Wie üblich gibt es zu diesem Anlass reichlich zum Schmausen, Schauen und Spielen. Die Einrichtung präsentiert sich den Eltern im besten Licht und gibt mit der Englisch- oder Tanz-AG einen tieferen Einblick in ihre Arbeit, als das beim täglichen Holen und Bringen der Sprösslinge möglich ist.

Vorbildliches stand in diesem Jahr auf dem Frühlingsfest-Tagesplan: „Kinder dieser Welt” hieß das Motto, das gleich doppelt mit Leben gefüllt wurde. Im Gottesdienst in der Propsteikirche stellte der Kindergarten St. Marien „Kinder in der Ferne” in den Mittelpunkt: 1500 Euro von den Martinsaktionen 2007 und 2008 wurden Propst Bongard für das „Bongard-House” in Paradwada übergeben. Dort können indische Kinder leben und lernen.

Auf einem „Kind aus ihrer Mitte” lag anschließend das Augenmerk in der KiTa an der Kurfürstenstraße: Felix. Vor einem halben Jahr hat der Junge seine Krebstherapie begonnen. Das kostet viel Geld und viel Kraft. Wie gehen Kinder und Erzieherinnen in der Einrichtung von St. Marien mit der Krankheit von Felix und miteinander um?

„Leider haben wir bereits Erfahrungen”, berichtet Lilliane Schäfer, Leiterin des Kindergartens. Vor zwei Jahren sei ein Kind an Krebs erkrankt, das inzwischen geheilt sei. Damals habe man gelernt, kindgerecht den Freunden in der Gruppe die Situation zu erklären und auch die Familie zu unterstützen.

Solidarität ist ein Stichwort. Ein Zeichen hierfür ist das „Benefizfest”. Gestiftet von Sponsoren und Eltern ist das Rundum-Angebot an diesem Tag, das geleitet wird von dem Satz: „Ein Lächeln, das Du schenkst, kehrt zu Dir zurück”. Neben dem Spruch auf dem Büffet steht das Porträt des strahlenden, wenn auch durch „Chemo” gezeichneten FelixÔ.

Geld ist nicht alles

Den vollständigen Erlös des Festes von 1700 Euro stiftet der Kindergarten den Eltern von Felix. Aber Geld ist nicht alles, es ist die persönliche Note: Neben dem Gespräch, das stets von beiden Seiten gesucht wird, steht der über den Beruf hinausgehende Einsatz: Eine Erzieherin des Marienkindergartens machte während des Urlaubs in München, wo Felix behandelt wird, einen Krankenbesuch. Das tat nicht nur Felix, sondern auch den Eltern gut.
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