Jülicher Kirmes liefert Diskussionsstoff

Von: bw
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Trotz des starken Regens hatten Julian Schiefer und seine Eltern Spaß beim Besuch der Jülicher Sommerkirmes. Foto: Wickmann

Jülich. Die Jülicher Sommerkirmes ist seit vielen Jahren eine feste Institution in der Innenstadt, auf der den Besuchern zahlreiche Attraktionen geboten werden sollen. Bei der aktuellen Kirmes wurde jedoch von vielen Gästen später in den sozialen Netzwerken kommuniziert, dass die Zahl der gebotenen Attraktionen zu klein sei, es für Jugendliche gar keine interessanten Angebote gebe und zeitgleich zu viele parallele Veranstaltungen in der Umgebung stattfinden.

Es wurde außerdem kritisiert, dass die Stände abends so früh geschlossen hätten, dass viele Besucher vor verschlossenen Buden und Fahrgeschäften standen.

Als Lösung dieser Probleme wurde mehrfach vorgeschlagen, die Anzahl der jährlichen Veranstaltungen zu reduzieren und dafür nur eine oder zwei größere Kirmesfeste in der Innenstadt stattfinden zu lassen.

Auf die hier kommunizierten Kommentare und Vorhaltungen angesprochen, ist Heinrich Cremer, Betreiber eines Kinderfahrgeschäftes, der Meinung, es reiche auch, nur im Frühjahr und Herbst eine Kirmes zu veranstalten. Er sieht ein großes Problem bei der aktuellen Sommerkirmes in den parallelen Veranstaltungen im Brückenkopf-Park und durch den Aachener Bend.

„Wenn zeitgleich eine Veranstaltung im Brückenkopf-Park ist, kommen die Leute anschließend leider nicht mehr zu uns in die Innenstadt. Wenn hier allerdings ein Flohmarkt stattfindet, bringt das auch gleich der Kirmes wieder viele zusätzliche Besucher“, berichtet Cremer.

Auch Christoph Joassart, der einen Getränkestand betreibt, fände es sinniger, wenn es in Zukunft nur wenige Großveranstaltungen gäbe, die mehr Publikum anlocken würden. Seiner Meinung nach wäre eine Verlegung auf den Schlossplatz auch eine Alternative, um die Stände und Fahrgeschäfte näher beisammen zu haben.

Er sieht auch eine Kombination mit Flohmärkten als belebenden Impuls für die Kirmes. Vor allem wären seiner Ansicht nach eine größere Anzahl von Fahrgeschäften wie ein Autoscooter wichtig, um auch wieder mehr Jugendliche zu einem Kirmesbesuch zu animieren.

Nicht lohnenswert

Hubert Bongartz, der einen Süßigkeitenstand betreibt, lobt hingegen die Christinakirmes, da die Kombination mit dem Handwerkermarkt auch viele Kunden zu ihm bringe.

Auf die Frage, warum die Stände so früh geschlossen hatten, gaben alle drei Befragten an, es würde sich aufgrund der geringen Besucherzahl nicht lohnen, die Stände länger geöffnet zu halten. Im Internet war kritisiert worden, dass am Samstagabend vor 20 Uhr selbst die Imbiss- und Getränkestände geschlossen gewesen seien.

Aber trotz der Probleme und des zeitweise schlechten Wetters kommen auf jeden Fall die kleinen Besucher voll auf ihre Kosten. Julian Schiefer ließ sich auch durch den Regen nicht den Spaß verderben, als er mit seinen Eltern die Sommerkirmes besuchte.

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