Jülich - Jülicher Gesellschaft: Mit dem Erinnern ein „Nie wieder“ verbinden

Jülicher Gesellschaft: Mit dem Erinnern ein „Nie wieder“ verbinden

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Seit 30 Jahren erinnert eine Gedenktafel in der Grünstraße an die einstige Synagoge. Foto: Jonel

Jülich. Die Jülicher Gesellschaft lädt zum 11. Mal zu einer Veranstaltung zum Internationalen Holocausttag ein. Der 27. Januar ist weltweit der Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Diktatur gewidmet. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz-Birkenau: das Symbol für den verbrecherischen Terror der Nazis.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 27. Januar, um 15 Uhr in er Schlosskapelle in der Jülicher Zitadelle. Thomas Rachel (Düren), MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, und Rabbiner Mordechai Bohrer (Aachen) werden die Ansprachen halten.

Mit ihrer Veranstaltung an diesem Tag will die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz die Erinnerung an die Verbrechen – allein sechs Millionen Juden wurden in Europa ermordet – wachhalten. Gleichzeitig soll das Erinnern verbunden sein mit dem „Nie wieder“. Auch in der Gegenwart sind Menschenwürde und Freiheit vielfach gefährdet – auch in Deutschland. Die Jülicher Gesellschaft will vor allem junge Leute bestärken, Zivilcourage zu zeigen und stets und überall für die Freiheit aller Menschen einzutreten.

Hervorragender Beitrag

Es werden zahlreiche Schüler und Gruppen geehrt für ihr Engagement für die Erinnerung und für die Zivilcourage. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrern an der Stephanus-Schule in Selgersdorf, die einen hervorragenden Beitrag im Rahmen der Veranstaltung zum 9. November 2012 in Jülich geleistet haben.

Geehrt werden aber auch Schüler und Gruppen aus Aldenhoven, Linnich, Titz und Jülich. Mit dabei sein werden erstmals Vertreter des Jugendparlaments Jülich und des Gymnasiums Zitadelle der Stadt Jülich.

Zum achten Mal wird der Preis der Jülicher Gesellschaft für Zivilcourage, Solidarität und Toleranz verliehen. Der Vorstand der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz hat beschlossen, Hilda Swalve, Dr. Peter Jöcken und Dr. Thomas Kreßner den Preis 2013 damit auszuzeichnen. Anlass für die Ehrung in diesem Jahr ist die Anbringung der Gedenkplatte an der Stelle der alten Synagoge in Jülich vor 30 Jahren.

Die drei Preisträger haben die Erinnerungskultur in Jülich in den letzten drei Jahrzehnten maßgeblich geprägt. Die Jülicher Gesellschaft will so das jahrzehntelange Bemühen der drei Preisträger honorieren, die Erinnerung an das ehemals reiche jüdische Leben im Jülicher Land wach zu halten (jährliche Gedenkfeier, Tafel an der Stätte der Synagoge, Umbenennung eines Teils der Grünstraße in „An der Synagoge“ usw.). In das Thema einführen wird der Gründungsvorsitzende der Jülicher Gesellschaft, Altbürgermeister Dr. Peter Nieveler.

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