Jülich - Jülicher Castoren: „Transport nach Ahaus wäre eine Sackgasse”

Jülicher Castoren: „Transport nach Ahaus wäre eine Sackgasse”

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Jülich. Der Atommüll des Forschungszentrums Jülich (FZJ) wird mehr und mehr zu einem unkontrollierbaren Problem. Wie die BI Ahaus herausfand, haben die 152 AVR-Castoren in Jülich nur eine verkehrsrechtliche Zulassung bis 2017. Sollten die Castoren nach Ahaus gebracht werden, drohe ein nicht behebbares Problem.

Deswegen fordert Die Linke Mönchengladbach das FZJ auf, die Castoren in Jülich zu belassen. „Ohne Endlager ist jeder Castor-Transport ein unnötiges Risiko”, so Ratsherr Bernhard Clasen. „Aber in diesem Fall wäre ein Transport nach Ahaus eine Sackgasse, aus der wir die Behälter nie wieder raus bekommen.”

Nach Aussagen des Bundesamtes für Strahlenschutz (Bfs) lege der Besitzer von radioaktivem Material selber fest, wie er mit dem Material verfahren möchte. Bei entsprechenden Nachweisen bezüglich der Sicherheit müsse das Bfs das Verfahren genehmigen. Wörtlich heißt es beim Bfs: „Inwieweit Alternativen zum Transport nach Ahaus diskutiert werden, obliegt dem Forschungszentrum Jülich und dessen Gesellschaftern, dem Bundesforschungsministerium und dem Land NRW.”

„Durch diese Aussage wird die bisherige Aussage widerlegt, eine weitere Lagerung im FZJ sei rechtlich nicht möglich”, sagt Clasen, „Doch die Situation ist genau umgekehrt: Ein Transport nach Ahaus wäre ein nicht wieder gut zu machender Fehler.

Dieser Fall zeigt, wie wichtig der sofortige Atomausstieg ist. Es ist nicht hinnehmbar, weiter Müll zu produzieren, den wir nicht beherrschen können.”
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