Jülich/Titz - Jülich und Titz kooperieren bei Personal-Entgeltabrechnungen

CHIO-Header

Jülich und Titz kooperieren bei Personal-Entgeltabrechnungen

Von: vpu
Letzte Aktualisierung:
6614717.jpg
Ein „Einstieg“ in die interkommunale Zusammenarbeit: Die Bürgermeister Heinrich Stommel (rechts/Jülich) und Jürgen Frantzen (Titz) unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung im Personalwesen. Foto: Uerlings

Jülich/Titz. Bürgermeister Heinrich Stommel bemühte fernöstliche Weisheiten: „Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt.“ Dieser Vergleich bezieht sich auf den „kleinen Einstieg“ in die Kooperation unter Nachbargemeinden und ist zutreffend. Denn der Jülicher Verwaltungschef und der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen unterzeichneten eine Vereinbarung, die für beide Vertragspartner von Vorteil ist, wenn auch in noch bescheidenem Maße.

Das Stichwort lautet „interkommunale Zusammenarbeit“, die immer als „Paradebeispiel“ für mögliche Kostensenkungen genannt wird, wenn über die katastrophale Finanzlage vieler Städte die Rede ist. Jülich und Titz machen künftig im Bereich Personalverwaltung gemeinsame Sache. Ab dem 1. Januar 2014 wird die Stadt Jülich laut Heinrich Stommel „Erfüllungsgehilfe“ der Gemeinde Titz.

Anders ausgedrückt: Jülich rechnet für und mit Titz ab, und zwar monatlich. In der Herzogstadt werden dann die Entgeltabrechnungen auch für Titzer Beschäftigte und Beamte erstellt – inklusive Kindergeld. „Die Einbeziehung weiterer Kommunen ist denkbar“, sagte Heinrich Stommel bei der Unterzeichnung des Pilotprojektes, das zunächst für ein Jahr geplant ist.

„Ich gehe fest vom Erfolg und der Verlängerung aus“, gab sich Jürgen Frantzen zuversichtlich. Die Landgemeinde sucht ihr Haushaltsglück nun nicht im „Outsourcing“, sondern verliert mit Peter Wirtz zum Jahresende schlicht den Fachmann in der Verwaltung für die Entgeltabrechnungen, der in den Ruhestand treten wird und an der jetzigen Lösung mitgearbeitet hat.

Personalwesen und Abrechnungen sind komplexe Themen, die vielfach von Neuerungen und Veränderungen betroffen sind – mit entsprechendem Schulungsbedarf. Außerdem ist es schon heute nicht einfach, „adäquates Personal zu finden“, sagte Stommel. Da scheint es für alle Beteiligten langfristig günstiger, jetzt eine Kooperation auf den Weg zu bringen. „Nach draußen merkt es kaum jemand, und der Haushalt wird um einen kleinen fünfstelligen Betrag entlastet“, nennt Frantzen die Vorzüge.

Beide Bürgermeister halten interkommunale Zusammenarbeit für wichtig, die sich aber zunächst im Kleinen beweisen müsse. Große Kooperationen wie zum Beispiel bei den Bauhöfen seien nicht ohne Weiteres zu bewerkstelligen, weil doch viele Fragen zu beantworten seien: Es geht in der Regel neben dem vorhandenen Personal um größere Flächen, Gebäude/Hallen, unterschiedlichen Maschinenparks und Wegezeiten, die abgestimmt werden müssten. Per Handstreich geht das nicht.

Die jetzige Vereinbarung haben in Titz Kerstin Hesse und Peter Wirtz vorbereitet, im Jülicher Rathaus zeichneten Amtsleiter Richard Schumacher und der künftig zuständige Sachbearbeitet Thorsten Jörres verantwortlich.

Die jetzige Kooperation ist beileibe nicht das erste Beispiel für das Zusammenrücken von Kommunen zum Vorteil aller. Im Nordkreis sind der Zweckverband Schirmerschule, die VHS Jülicher Land und die IT-Unterstützung von Schulen (Schulsupport) weitere Beispiele.

Titz kooperiert außerdem mit Linnich bei den Ordnungsamts-Notdiensten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert