Jülich erkundet: Broschüre für junge Leser von jungem Autor

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Simon Seifert hat sich mit seiner Großmutter Helga Seifert (2.v.l.) auf Entdeckerreise durch Jülich begeben und seine Erlebnisse in Wort und Bild festgehalten. Diese wurden von Lisa Fasel-Rüdebusch (l.) in Druckform gebracht. Dezernentin Katarina Esser (r.) freut sich über den ersten Kinderstadtführer Foto: Stadt Jülich

Jülich. Wer die Stadt Jülich mit Kinderaugen durchforsten möchte, kann dies ab sofort mit Hilfe der neu erschienenen Broschüre „Mein Jülich – in Briefen an Freunde“ tun. Simon Seifert hat mit seiner Großmutter Streifzüge durch die Stadt unternommen und seine Erlebnisse dabei in Wort und Bild festgehalten.

„Das ist unser erster offizieller Kinderstadtführer“, freut sich Dezernentin Katarina Esser über das Generationen übergreifende Engagement, das nicht nur sie, sondern das ganze Amt begeistert habe. „Man bekommt richtig Lust, sich selber auf Entdeckerreise zu begeben“, bestätigt auch Lisa Fasel-Rüdebusch, Mitarbeiterin des Amtes für Familie, Generationen und Integration, die das Werk von Simon Seifert in die Broschürenform brachte.

Fast zwei Jahre hinweg waren Großmutter und Enkel so auf ihrer ganz eigenen Mission unterwegs. Immer montags war „Oma-Tag“, und da hat Enkel Simon mit seiner Großmutter stets besondere Aktivitäten unternommen. „Wir wollten nicht nur unseren Horizont erweitern, sondern auch etwas schaffen, das bleibt von der Zeit, die wir miteinander verbracht haben“, berichtet sie von den vielen Nachmittagen, an denen die pensionierte Lehrerin nicht nur Wissen spielerisch vermittelte, sondern auch den Spaß am eigenen Erkunden weckte.

„Wir haben zum Beispiel etwas in der Zeitung gelesen, das uns interessierte, und sind dann dorthin gegangen, um es uns selber anzusehen“, erzählt Simon von seinen Touren. „Es war spannend, durch Jülich zu fahren und zu gehen und sich alles anzugucken. Manches habe ich vorher gar nicht gewusst, zum Beispiel wo und warum die Figuren am Schwanenteich stehen. Mein Lieblingsplatz war allerdings auf dem Schlossplatz, da gibt es auch viel zu sehen und entdecken.“ Angetan war er auch davon, den Innenbereich des Hexenturms ganz allein mit seiner Großmutter erkundet zu haben. „Da kommt ja nicht jeder rein, und wir haben sogar eine Führung bekommen“, ist ihm die Begeisterung immer noch anzusehen.

Vom Brückenkopf-Park über Solarkraftwerk und Lazarusbrunnen führte die Liste, die sich Großmutter und ihr damals zwölfjähriger Enkel zu Beginn ihrer Exkursion aufgestellt hatten. Diese hat nun ihr Ende gefunden mit der Erstellung der Dokumentation. Dazu hat sich Simon an den Computer gesetzt und seine Erlebnisse und Erkenntnisse festgehalten – zunächst „als Erinnerung an die Zeit mit Oma“.

Doch je mehr Menschen einen Blick darauf werfen konnten, desto größer war die Begeisterung, und die Idee zu einer Veröffentlichung war geboren. Helga Seifert ließ das Manuskript der Stabstelle Stadtmarketing zukommen, die von der Idee begeistert war, die Sehenswürdigkeiten der Stadt, von einem Kind mit Neugier erkundet, mit Hilfe von Simons Texten und Fotos darzustellen.

Zunächst wurden Erzieherinnen der Offenen Ganztagsschule der Grundschule Nord gebeten, ihren Schülerinnen und Schülern die Briefe vorzulesen. Diese „Testpersonen“ waren genauso begeistert wie die Mitarbeiterinnen im Rathaus. Also wurden Texte und Fotos in eine druckfähige Form gebracht und in der Druckerei der Stadt erhielten Simons Briefe und Fotos den professionellen Schliff.

Nun ist „Mein Jülich – in Briefen an Freude: Stadtgeschichten für Kinder“ in 1000 Exemplaren fertiggestellt. Die Broschüre ist in der Tourist-Information am Schlossplatz erhältlich und wird an Kitas und Schulen verteilt . „Ich bin mir sicher, dass diese Briefe ganz viele andere Kinder dazu animieren werden, sich selber auf den Weg zu machen und Spuren zu sammeln“, bedankt sich Katarina Esser für die Entdeckerreise in schönen Bildern und lebendiger Sprache, die „direkt an die jeweiligen Orte versetzt, die man zwar als Erwachsener kennt, aber mit Kinderaugen ganz neu betrachten kann“.

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