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JÜL-Konjunkturprogramm: 14.500 Schilder

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
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Schlange stehen bei der Erstausgabe: DIE JÜL-Kennzeichen sind ein echter Renner. Foto: Uerlings

Jülich/Düren. Das hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht erwartet: Die Nachfrage nach den JÜL-Kennzeichen ist gigantisch und auch im Landesvergleich unerreicht. Nur noch in Moers (MO) hat es an Rhein und Ruhr eine Nachfrage nach den neuen alten Nummernschildern gegeben wie im Kreis Düren.

Vom 23. Oktober bis zum Jahresende 2012 sind genau 14 497 JÜL-Kennzeichen reserviert und teilweise schon zugeteilt worden. Das „MO“ kommt auf etwa gleichhohe Zahlen, alle anderen liegen weit dahinter.

Von den fast 14 500 Schildern fahren knapp 1600 schon herum. Noch hat „DN“ für Düren auch im Jülicher Land mit weitem Abstand die Nase vorn: Im Postleitzahlbereich Jülich ist das Dürener Kennzeichen 23 427-mal unterwegs, die drei Buchstaben für den Altkreis Jülich knapp 1100-mal. Wenn tatsächlich alle JÜL-Reservierungen auch in Anspruch genommen werden, hat diese seit gut zwei Monaten bestehende Nummernschild-Alternative das Zeug zum kleinen regionalen Konjunkturprogramm.

Wer ein Dürener gegen ein Jülicher Schild am vorhandenen Pkw austauscht, zahlt knapp 53 Euro an Gebühren bei der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamt und über 20 Euro für das „prägende Gewerbe“. Das wäre hypothetisch eine gute Million Euro! Allerdings: Nicht alle beschreiten diesen Weg. Da die Reservierungen ein Kalenderjahr gültig sind, warten viele Fahrzeughalter auf den absehbaren Kauf eines neuen oder gebrauchten Fahrzeugs und steigen dann auf JÜL um. Das kostet genauso viel wie ein neues DN-Schild und ist ein Nullsummenspiel.

Dennoch ist der Run auf die neuen Altkennzeichen in jeder Hinsicht bemerkenswert, zumal nicht nur Menschen im Altkreis Jülich von der Option Gebrauch machen.

Sie steht allen offen – bis nach Heimbach und Nideggen.

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