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Jong brennt lichterloh

Von: ma.ho.
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Hier lebt die Strohpuppe noch: Die Strohmänner Selgersdorf begleiteten sie auf ihrem letzten Siegeszug durch den Ort. Am Ende wurde Lazarus unter Wehklagen an der Feuerstelle verbrannt. Foto: Horrig

Selgersdorf. Mit geschmückten Besen, Tuch, Bollerwagen und flotten Sprüchelchen auf der Zunge zogen die Mitglieder der KG Strohmänner Selgersdorf am Dienstag den ganzen Tag durch die südlichen Stadtteile. Gut gefrühstückt ging es per Bus nach Altenburg.

Kaum dort angekommen, griffen die Musiker des Trommler- und Pfeiffercorps Daubenrath zu ihren Instrumenten, stimmten das erste „Ri-Ra-Rickelche” mit den Worten „Was hat Lazarus mit zur Welt gebracht” an.

Dann wurde die Strohpuppe, umringt von tanzenden Besenträgern, ausgeworfen. Mit einigen Pausen hier und da, trugen die Strohmänner ihren Strohmann auf seinen letzten Siegeszug durch die Orte.

Im Gänsemarsch

Das Ende des Veranstaltungstages, was überwiegend mit Sonnenschein begleitet wurde, läutete ein würdiger Trauermarsch ein. Alle Strohmänner und -frauen schritten im Gänsemarsch gemeinsam zur Feuerstelle an der Kirche.

Ein letztes, trauriges „Ri-Ra-Rickelche” wurde gespielt und unter Wehklagen brannte der Jong lichterloh.
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