Jede Menge Kies sichert den Unternehmensstandort

Von: ojo
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Linnich. Mit der Änderung des Flächennutzungsplans hat der Rat der Stadt Linnich einem ortsansässigen Unternehmen die Zukunft gesichert – zumindest jedenfalls den Unternehmensstandort. Der Betonsteinwerk Feiter gibt die Planänderung buchstäblich „Nahrung“.

Sie eröffnet der Firma die Möglichkeit, im Anschluss an den firmeneigenen Kiesabbaubereich nach dem Rohstoff für die Betonsteinproduktion zu graben. Da diese Grube bereits seit 2013 „ausgekiest“ ist, hatte Feiter Kies einkaufen müsse. Als einzige neue Abbaufläche bietet sich allerdings nur der Bereich vom Breitenbender Weg Richtung Bundesstraße 55 zwischen Linnich und Körrenzig an. Diese Fläche sollte eigentlich der Ansiedlung von Gewerbe und Industrie vorbehalten sein und wird zur Bundesstraße landwirtschaftlich genutzt.

Schon vor vier Jahren – so lange wird das Änderungsverfahren schon thematisiert, hatte vornehmlich die CDU Bedenken, dieses „Filetstück“ zum Kiesabbau freizugeben. Auch im Stadtentwicklungsausschuss, der die Angelegenheit vor dem Ratsentscheid behandelte, waren diese Bedenken nicht ausgeräumt. Linnich, so CDU-Fraktionsvorsitzender Achim Grün, habe zu wenig Potenzialflächen, um sie so leichtfertig wegzugeben. „Wir haben Bauchschmerzen, dem zuzustimmen.“

Auch Mark Dremel (PKL) fand die Aussicht, vorhandene Gewerbeflächen abzugeben, für die man bei späteren Bedarf Klimmzüge bei der Bezirksregierung machen müsse, nicht rosig. Eine andere Perspektive gab den Ausschlag zur Zustimmung. „Das gibt der Firma 30 bis 40 Jahre Betriebssicherheit“, brachte es Hans-Friedrich Oetjen (SPD) auf den Punkt. Von Ausschuss und Rat wurde die Flächennutzungsplan-Änderung beschlossen. Im Besitz der Flächen ist die Stadt im Übrigen nicht.

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