Jülich/Bonn - Jahresempfang im Forschungszentrum: Jülich ist überall

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Jahresempfang im Forschungszentrum: Jülich ist überall

Von: hfs.
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Erlebten einen kurzweiligen Abend am Rhein: Gastgeber und FZ-Vorstandschef Prof. Achim Bachem (l.) und der Festredner beim Jahresempfang, Prof. Dieter Richter. Foto: hfs

Jülich/Bonn. In die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn zog es die Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich. Dort, im Landesmuseum Bonn, lud der Vorstand zum traditionellen Jahresabschluss ein.

Und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kamen der Einladung nach, erlebten einen kurzweiligen Abend, der den Stempel „Made in Jülich” hätte tragen können.

In seiner Begrüßung dankte Prof. Dr. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, nicht nur den langjährigen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel der Universität Bonn, für die hervorragende Zusammenarbeit über viele Jahre.

Sein Dank ging auch an die Wissenschaftler, die Geldgeber Bund und Land, sondern auch an die Adresse der Wirtschaft, welche die Ideen aus den Labors des Zentrums nicht selten zur Anwendungsreife und zur Produktion bringt. Natürlich ging der Blick auch in die Zukunft. Zum Beispiel in die Neutronenforschung.

Diesen Blick tätigte Prof. Dr. Dieter Richter, Direktor des „Jülich Centre for Neutron Science” und des Jülicher Instituts für Festkörperforschung. Gerade die Neutronenforschung sei es, die wesentliche Antworten zu Problemlösungen der Zukunft geben könne meinte Richter. So bereitet die Forschung mit Neutronen zum Beispiel den Weg für die Weiterentwicklung magnetischer Materialien für die Computerspeicher von morgen.

Reiniger für den Haushalt

Ob es Fragen der künftigen Energiegewinnung - zum Beispiel Stromgewinnung aus der Abwärme von Motoren - oder aber von umweltfreundlichen Reinigern für Industrie und Haushalt, oder aber das bessere Verständnis biomolekularer Vorgänge in Zellen ist, Neutronen können darauf eine Antwort finden. Denn sie erlauben einen tiefen Einblick in die Materie. Dabei, so Richter, lässt sich nicht nur erkennen, „wie Atome und Moleküle angeordnet sind, wie sie sich verbinden, um die Substanzen zu bilden, die unser Leben bestimmen”, sie seien auch als Bausteine der Atomkerne die idealen Sonden, um Kristalle, Membranen oder andere Systeme auf der Ebene von Atomen zu untersuchen.

Dem spannenden Einblick der weitreichenden Möglichkeiten von Neutronenforschung folgte anschließend ein nicht minder spannender Blick. Aber einer zurück, in eine festlich dahinkommende Welt aus vergangener Schönheit in Purpur und Gold. „Renaissance am Rhein” heißt die Ausstellung im Landesmuseum, die die Gäste des Jahresempfangs anschließend in ihren Bann zog.

Die waren erstaunt, dass sie direkt im Museumsfoyer mit „ihrer” Jülicher Geschichte konfrontiert wurden. Nicht diejenige des Forschungszentrum, sondern die der Jülicher Hausfrau Grete Bogen, die während der Renaissance in der Herzogstadt als vermeintliche Hexe gelyncht wurde.

Ob sie jemals mit dem Jülicher Herzog Wilhelm V. bekannt wurde, ist nicht überliefert, ausgestellt ist jedoch jene Rüstung, die der damalige Herzog im Krieg gegen seinen alten Widersacher und Gegenspieler Kaiser Karl V. trug, dessen „Panzer” ebenso zu den Prunkstücken der Ausstellung zählt.

Begeistert waren die Jülicher Besucher aber auch von der Darstellung der prunkvollen fürstlichen Hochzeit von 1585 oder dem geschnitzten Lettnerbogen, der ansonsten in der Kirche von Siersdorf zu finden ist.

Der Bezug zu Jülich war überall zu finden, selbst dadurch, dass einer der Kuratoren der Bonner Ausstellung, Guido von Büren, aus Jülich kommt.
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