Isa aus Afghanistan steht wieder fest auf ihren eigenen Füßen

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Isa spielt vor ihrer Operation im Friedensdorf mit einem Schaukelpferd: Jetzt lernt die Zweijährige wieder laufen.

Jülich. Für die zweijährige Isa aus Afghanistan war es eine anstrengende Zeit. Doch jetzt hat das Mädchen, das über das Friedensdorf im Krankenhaus St. Elisabeth in Jülich betreut wird, es geschafft: Isa kann wieder mit einem normalen Schuh stehen und lernt das Laufen neu. Was war geschehen? Isa hatte in Afghanistan einen Unfall, bei dem ein Bein erheblich verletzt wurde. Der linke Unterschenkel und Fuß waren betroffen.

Es folgten Infekte, die nur durch operative Reinigung behandelt werden konnten. „Zum Glück konnten Fuß und Unterschenkel erhalten bleiben”, erläutert Dr. Efstathios Savvidis vom St. Elisabeth. Isas Fuß war deformiert, stand als Spitzfuß senkrecht nach unten. Zudem wuchs das linke Bein nicht mit.

Savvidis, der in der Orthopädischen Chirurgie am St. Elisabeth tätig und Fachmann für die Behandlung körperbehinderter Kinder ist, hat die Aufgabe übernommen, Isa zu behandeln. Eine medizinische Herausforderung auch für den Experten: Eine aufwändige Wiederherstellung sei nötig geworden, die auch in Deutschland nur in wenigen Kliniken möglich sei.

„Ziel war es, den Fuß in eine neutrale Stellung zu bringen, damit das Mädchen auf der normalen Fußsohle auftreten kann”, erklärt Savvidis. Isa hat die schwere Operation gut überstanden - und das Ziel wurde erreicht. Die quirlige kleine Patientin kann nun einen normalen Schuh tragen. Nur eine kleine Schuherhöhung ist notwendig. Und Isa kann schon viel länger als vor der OP fest auf ihren Beinen stehen.

Ganz überstanden hat die Kleine die Behandlung noch nicht. Savvidis erklärt, warum: „Die Beinlängen-Differenz kann wegen des Wachstums des Skeletts erst später vorgenommen werden, etwa mit neun Jahren und noch einmal mit etwa zwölf Jahren. Das geschieht durch Unterschenkelverlängerungen.” Auch diese Aufgabe möchte der engagierte Unterstützer des Friedensdorfes mit seinem Team übernehmen.

Die Hilfseinrichtung, die seit mehr als 40 Jahren Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten eine medizinische Behandlung in Deutschland ermöglicht, dankt dem Ärzte- und Pfleger-Team sowie den Bürgern, die durch ihre Spenden diese Hilfe ermöglichen.
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