Jülich - Isa aus Afghanistan kann wieder normal gehen

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Isa aus Afghanistan kann wieder normal gehen

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Das afghanische Mädchen Isa wurde vor drei Jahren im Jülicher Krankenhaus operiert. Foto: ctw

Jülich. Der kleinen Isa aus Afghanistan, die vor knapp drei Jahren im St. Elisabeth-Krankenhaus von Priv. Doz. Dr. Efstathios Savvidis und seinem Team am Fuß operiert wurde, geht es gut. Das berichtet voller Freude das Krankenhaus, das eine Meldung vom Friedensdorf International erhielt.

Das Mädchen litt als Folge einer Knochenverletzung und Knocheninfektion an einer Fehlstellung und Durchblutungsstörung ihres linken Fußes. Die Fußgelenke waren versteift und die Wachstumsfugen zerstört. Dr. Savvidis und ein siebenköpfiges Operationsteam stellten damals den Fuß des kleinen Mädchens gerade. Daraufhin konnte Isa wieder einen normalen Schuh anziehen, auf dem Fuß stehen und auch wieder laufen lernen. Vor allem aber konnte das linke Bein nun auch achsengerecht wachsen.

„Ich freue mich sehr über die gute Entwicklung von Isa“, erklärt Dr. Savvidis. Er geht davon aus, dass in ein paar Jahren eine Beinlängendifferenz sich entwickeln wird durch die zerstörte Wachstumsfuge und noch behandelt werden muss. Möglich wäre dies zum Beispiel durch eine Unterschenkelverlängerung. „Hier müssen wir die weitere Entwicklung zunächst abwarten und dann vor Wachstumsabschluss neu bewerten, ob eine weitere Operation notwendig ist“, so der Orthopäde.

Diese würde er auch wieder übernehmen. „Auch Jülicher Bürgerinnen und Bürger haben für diese Arbeit gespendet, dafür ein großes Dankeschön“, so der Arzt.

Die Arbeit des Teams erfolgte im Rahmen eines Hilfsprojekts für das Friedensdorf International kostenlos. Auch das Freibett im St. Elisabeth-Krankenhaus war nicht mit Kosten verbunden. Die Organisation hilft seit 1967 verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Kinder werden zur kurzfristigen medizinischen Behandlung nach Europa geholt. Die friedenspädagogische Arbeit des Friedensdorfes fördert nach eigener Aussage zudem soziales Bewusstsein und Engagement. Finanziert wird diese Arbeit nahezu ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen – sie ist als mildtätig anerkannt und trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Weitere Informationen unter www.friedensdorf.de.

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