Intelligente Stromnetze sind notwendig

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Kolloquium am Campus Jülich der FH Aachen: Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, hält die Begrüßungsrede auf dem ersten Energiewirtschaftstag. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. „Die Energiewende gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Prof. Dr. Marcus Baumann, Rektor der Fachhochschule Aachen, auf dem ersten Energiewirtschaftstag am Campus Jülich der FH Aachen, und leitete mit diesen Worten in das komplexe Thema ein.

Das Kolloquium bot Fachleuten aus Wirtschaft, Politik und Forschung einen Austausch zu verschiedenen Themen der Energiewirtschaft und ihren Technologien.

Thematische Schwerpunkte waren die Herausforderungen der Energieinformatik, die Veränderungen des modernen Energiemarktes und die künftigen Einsatzgebieten von intelligenten Stromnetzen – „Smart Market“ und „Smart Grid“ – wie es in der Fachsprache heißt. Was ist damit gemeint?

Die Energiemärkte unterliegen einer rasanten Veränderung. Von den einst wenigen großen Energielieferanten geht die Entwicklung hin zu vielen unterschiedlichen Produzenten, Anbietern und Vertriebswegen. Erneuerbaren Energien drängen auf den Markt. Die beschlossene Energiewende erfordert neue Stromnetze, Speicherkapazitäten und flexible Kraftwerke. Treibhausgase sollen reduziert, die Energieeffizienz erhöht und der Energieverbrauch gesenkt werden.

Von größerer Bedeutung

Aufgrund dieser Entwicklungen gewinnen IT-Lösungen eine immer größere Bedeutung. „Intelligente Stromnetze“ sind notwendig und bieten Möglichkeiten, wie Speicherkapazitäten und Leitungen für die optimale Nutzung gesetzt werden können. Die Energieversorgung soll mit effizienten und zuverlässigen Systemen sichergestellt werden. Netzzustände sollen in Echtzeit erfasst werden, sowie Möglichkeiten der Steuerung und Regelung entwickelt, so dass die Netzkapazität voll genutzt werden kann.

„Strom ist etwas Handelbares geworden“, sagt Arnd Gottschalk, Redakteur in der Pressestelle der FH Aachen. Und an der Schnittstelle zwischen Informatik, Energiewirtschaft und Energietechnik werden dringend Leute gesucht. Daher bietet die FH Aachen Studierenden seit dem Wintersemester 2013/14 den Masterstudiengang „Energiewirtschafts-Informatik“ an. Dazu gründeten sieben regionale Unternehmen 2012 die Stiftung Energieinformatik. Eine Professur wird aus Stiftungsmitteln finanziert.

„Energieinformatiker werden dringend gesucht“, ist sich Prof. Baumann sicher. Stiftungsvorsitzender Dr. Hans Röllinger sieht in der Energieinformatik ein wichtiges Feld in der Umsetzung der Energiewende. Den ersten Energiewirtschaftstag organisierten die Fachhochschule Aachen, das Forschungszentrum Jülich, das Institut für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und die Stiftung Energieinformatik.

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