„IntegraTour”: Laufen, Rollen und Gehen in himmelblau

Von: ptj
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500 Schüler aus Förder- und
500 Schüler aus Förder- und Regelschulen starten an der LVR-Förderschule zur Integratour. Foto: Jagodzinska

Linnich. „Es geht nicht ums Siegen, sondern um das Miteinander”, betonte Janine Fronhofen von der LVR-Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Linnich.

Die Lehrerin hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Stefanie Krause und Dorothée Grunenberg die fünfte lokale „IntegraTour” des Landschaftsverbands Rheinland organisiert.

500 Schüler aus insgesamt zehn Einrichtungen warteten in himmelblauen Werbe-T-Shirts an der Förderschule auf den Startschuss aus der Hand von Konrektor Constantin Mertens. Gemeinsam mit der Förderschülern liefen, gingen und rollten eine stattliche Zahl von Schülern aus Regelschulen für eine inklusive Gesellschaft: Die Gemeinschaftsgrundschulen Baal und Linnich, KGS, Haupt- und Realschule Linnich, die Hauptschulen Aldenhoven, Jülich und Titz.

Rund um St. Martinus

Erstmals wurden die Schüler von den Linnicher Kindergartenkindern, den „Bachpiraten” unterstützt, die noch im vergangenen Jahr sehnsüchtig am Straßenrand standen und winkten. Die Vorhut der „IntegraTour” bildete die motorisierte Linnicher Polizei und der 64-jährige „Opa Manni”, der es sich nicht nehmen lassen wollte, seine sechsjährige Enkelin Mara zu begleiten. Die schnellsten Läufer legten als Gruppe 3 fünf Kilometer durch Linnich zurück. Die „mittelstarke” zweite Gruppe lief oder ging dreimal um die Pfarrkirche St. Martinus bis zur Löffelstraße und zurück.

Die kleinsten oder schwächsten bildeten mit einigen Begleitern die Gruppe 1, die einmal den Weg um die Kirche zurücklegte. Im Anschluss stand in der Förderschule ein Staffelfest mit Speisen und Getränken und einem gemeinsamen Fototermin auf dem Programm. Am Tag darauf überbrachte eine kleine Gruppe von Förderschülern das Staffelholz der Rheinischen Förderschule in Mönchengladbach/Rheindalen.

Die LVR-Integratour wurde 2005 ins Leben gerufen. Seitdem laufen, gehen oder fahren Inline-skatend, in Rollstühlen, Handbikes oder Fahrrädern bis zu 3000 Schüler aus LVR-Förderschulen, integrativen Schulen und einer steigenden Zahl von Regelschulen in Staffeln rund 800 Kilometer durch das Rheinland. Schüler mit und ohne Handicap sind verbunden durch ein sportliches Ziel. Die aktuelle Teilnehmerzahl der von RWE Deutschland, REWE und den Verkehrsbetrieben Hermannspann geförderten Veranstaltung liegt bei 3000 aus 50 Schulen im Rheinland. Vorbild ist der olympische Fackellauf.

So tragen die Läufer, Geher und Fahrer Staffelholz und Banner und übergeben sie an der nächsten Etappe. Der Startschuss ertönte für 160 Schüler am 18. April am Schulzentrum Aachen-Laurensberg. Der Finallauf mündet am 2. Juni in den gemeinsamen „Tag der Begegnung”, dem „größten Familienfest für Menschen mit und ohne Behinderung”, bei freiem Eintritt im Archäologischen Park in Xanten.
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