Lamersdorf - Insolvenzverfahren des Wellpappenwerks soll rasch abgeschlossen werden

Whatsapp Freisteller

Insolvenzverfahren des Wellpappenwerks soll rasch abgeschlossen werden

Von: hfs./ahw
Letzte Aktualisierung:
7422553.jpg
Das Insolvenzverfahren des Wellpappenwerks soll rasch abgeschlossen werden. Foto: Wolters

Lamersdorf. Auch wenn das Insolvenzverfahren gegen „WellVerpackt“ wie ein Damoklesschwert über der Wellpappenproduktion in Lamersdorf schwebt, sind die 45 Beschäftigten gut ausgelastet. „Der Laden läuft“, berichtet Insolvenzverwalter Prof. Martin Dreschers aus Aachen, der damit beschäftigt ist, zur Übernahme des Betriebs einen neuen Investor zu finden.

So hat der Rechtsanwalt bereits erste Besichtigungstermine mit Interessenten vereinbart, die nach Unterzeichnung einer Geheimhaltungserklärung auch einen Blick in die Geschäftsbücher werfen durften. Die Zahl der Interessenten sei inzwischen zweistellig, macht Dreschers den Beschäftigten Hoffnungen und bekräftigt: „Ich habe Interesse daran, dass es hier weitergeht.“ Nach derzeitigem Stand geht der Insolvenzverwalter davon aus, dass er das laufende Verfahren bis Ende Mai über die Bühne gebracht hat.

Unabhängig vom laufenden neuen Insolvenzverfahren gegen WellVerpackt und deren Geschäftsführer Dennis Dengenhardt läuft vor der Zivilkammer des Landgerichts Aachen ein Betrugsprozess gegen den Dürener Rechtsanwalt Dr. Mark Boddenberg. Wie die Richterin und Pressesprecherin Daniela Krey auf Anfrage mitteilte, sind gleich drei Verfahren gegen Boddenberg anhängig.

Angestrengt hat diese Dennis Degenhardt, der sich beim Kauf der Fabrikation am Schwarzen Weg übervorteilt sieht und unter anderem wegen Betrugs klagt. Auch geht es im Prozess um ein Grundstück an der Goltsteinstraße in Lucherberg, wo das Wellpappenwerk früher einen Produktionsstandort hatte, der im Rahmen des Ankaufs durch Degenhardt allerdings, so heißt es, der Refinanzierung dienen sollte, sich allerdings durch angebliche Kontamination nicht veräußern ließ.

„Wir wissen, dass dort früher eine Brikettfabrik stand. Von irgendwelchen Kontaminationen ist uns allerdings nichts bekannt, auch nicht von Behauptungen, das Dürener Umweltamt sei bereits vor Ort gewesen, habe Bodenproben entnommen“, bekräftige erneut Indens Bürgermeister Ulrich Schuster. Der unterstrich weiterhin, dass Vermerke über mögliche Belastungen der Grundstücke im Altlastenverzeichnis der Gemeinde für jeden einsehbar seien. Dies treffe auch auf den aktuellen Produktionsstandort zu, auf dem vor Jahrzehnten eine kleinere Hausmülldeponie der Ortschaft Lamersdorf betrieben wurde.

Äußerungen über vorhandene „Kontaminationen“ werden seitens der Kläger an die Adresse des früheren Insolvenzverwalter Boddenberg erhoben, der davon gewusst, diese aber beim Verkauf verschwiegen habe. „Das entspricht nicht den Tatsachen“, spricht Dr. Boddenberg, der den Kaufpreis bei Dennis Degenhardt einklagen möchte, von „Schutzbehauptungen, um nicht zahlen zu müssen“.

In den für den 22. Mai anberaumten drei Verfahren vor dem Landgericht Aachen könnte es also spannend werden. Die erste Sitzung ist für 10 Uhr terminiert, zwei weitere folgen im Laufe des Tages.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert