Jülich - Innovations-Preis für Jülicher Professor Peter Tass

Innovations-Preis für Jülicher Professor Peter Tass

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Mit Innovationspreisen überhÀ
Mit Innovationspreisen überhäuft: Prof. Dr. Dr. Peter Tass vom Forschungszentrum Jülich wurde zuletzt in Köln ausgezeichnet. Foto: FZJ

Jülich. Prof. Peter Tass vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin und das aus dem Forschungszentrum ausgegründete Medizintechnologie-Unternehmen ANM erhalten den Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation.

Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis würdigt die „Entwicklung einer Plattformtechnologie im Bereich der Neuromodulation zur Therapie von Volkskrankheiten wie Parkinson, Tinnitus oder chronischem Schmerz”, schreibt die Stadt. Die Erfindung und Entwicklung der Coordinated Reset (CR)-Neuromodulation von Tass und der ANM sei ein „wissenschaftlicher Durchbruch” bei der Therapie von Krankheiten, die durch eine krankhaft übersteigerte Synchronisation von Nervenzellenverbänden im Gehirn gekennzeichnet sind.

Die neurowissenschaftlich fundierte CR-Technologie kann nicht nur eine akute Linderung der Symp­tome bewirken, sondern ermöglicht auch einen neuronalen Umbau und damit ein „Verlernen” der krankhaft synchronen Überaktivität in den betroffenen Hirnarealen. Dadurch werden die Symptome, wie der störende Ton bei Tinnitus, verändert, verringert oder zum Verschwinden gebracht.

Die CR-Neuromodulation wird nicht nur bei Tinnitus eingesetzt, sondern auch bei anderen Krankheiten mit übermäßiger synchroner Nervenzellaktivität im Gehirn, beispielsweise Parkinson, chronischer Schmerz oder Depressionen.

Bereits der Deutsche Innovationspreis für Medizin war in diesem Jahr an den Jülicher Wissenschaftler Prof. Peter Tass gegangen. Der Forscher erhielt den mit 100.000 Euro dotierten Preis der Herbert-Worch-Stiftung ebenfalls für seine Entwicklung der Akustischen CR-Neuromodulation zur Behandlung von chronisch-tonalem Tinnitus. Die Verleihung der Auszeichnung erfolgte kürzlich in Bonn. Tass Arbeiten wurden aus mehr als 100 Nominierungen ausgewählt. „Der Neurostimulator ist ein bedeutender therapeutischer Fortschritt und ein anschauliches Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Grundlagenforschung”, heißt es in der Begründung der Jury.
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