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Industrie und FZJ planen eine europäische Technologieplattform

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Jülich. Wichtige Firmen aus dem Bereich des Hochleistungsrechnens haben sich mit auf diesem Gebiet führenden Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen. Zur Verbesserung von Europas Wettbewerbsfähigkeit auf dem Sektor des High-Performance Computing (HPC), wollen sie die Europäische Technologieplattform (ETP) gründen, die auf der Arbeit der Interessenverbände Prospect und Teratec aufbaut.

Die Plattform soll helfen, Europas Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und mit europäischer Technologie Lösungen für alle Bereiche des gesamten HPC-Zuliefernetzwerks zu entwickeln. Technologien für Hochleistungsrechner zählen zu den Schlüsseltechnologien für Innovationen und die Wissenschaft von morgen.

Zur Lösung vieler komplexer wissenschaftlicher Probleme sind heute Supercomputer nötig, die extrem große Rechenkapazitäten bereitstellen. Mit Hilfe von Hochleistungsrechnern lassen sich zum Beispiel Phänomene wie Wetter, Klimawandel oder Epidemien modellieren. Auch die Optimierung des Energieverbrauchs, moderne Werkstoffforschung und die Verkürzung technischer Entwicklungenszyklen zählen zu den Anwendungsgebieten.

Die Weiterentwicklung von Supercomputern steht derzeit vor großen Herausforderungen im Bereich paralleler HPC-Architekturen und bei der Senkung des Stromverbrauchs. Fortschritte bei der Klärung dieser grundlegenden Probleme bieten die Möglichkeit, die Positionierung europäischer Unternehmen im weltweiten Wettbewerb entscheidend zu verbessern.

Die Plattform befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Als einer der ersten Schritte soll das Konsortium strategisch wichtige Forschungsschwerpunkte aufzeigen. Diese sollen im Hinblick auf das Horizon-2020-Programm, das Europas zukünftige Forschungsziele festlegt, der Europäischen Kommission zur Verfügung gestellt werden. Außerdem soll die Plattform allen europäischen Unternehmen, Gruppen oder Einzelpersonen offen stehen, die Forschung und Entwicklung im HPC-Bereich betreiben. Ziel ist es, die Forschungsaktivitäten in Europa zu vereinen und den europäischen HPC-Bereich zu fördern und zu stärken.

Spitzenposition für Europa

Die Kompetenz der Mitglieder des Konsortiums zeigt, dass Europa im Bereich des Hochleistungsrechnens in den kommenden Jahren eine Spitzenposition einnehmen kann. Dank einer verbesserten Leistungsfähigkeit werden HPC-Nutzer neue wissenschaftlich-technische Ergebnisse erzielen und innovativere Produkte und Leistungen anbieten können. Voraussetzung dafür ist ein ambitioniertes Forschungs- und Entwicklungsprogramm.

Die Plattform soll die Entwicklung in diese Richtung vorantreiben, um die europäische HPC-Industrie zu stärken. Als Folge können Arbeitsplätze und Anreize für Studenten und Forscher geschaffen werden, in diesem Bereich zu arbeiten.
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