Inden/Frechen - Indener Know-how für Australien

Indener Know-how für Australien

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Bergbau in Australien: RWE Power liefert das Know-how. Foto: RWE

Inden/Frechen. Das umfangreiche bergbautechnische Know-how von RWE Power ist weltweit gefragt: Deshalb haben der australische Industriedienstleistungskonzern Thiess und der Essener Watt-Riese ein Joint-Venture gegründet.

Das Gemeinschaftsunternehmen wird unter dem Namen TRWE das Know-how für den Betrieb und die Instandhaltung kontinuierlicher Fördersysteme vermarkten, die seit Jahrzehnten erfolgreich im rheinischen Braunkohlenbergbau eingesetzt werden.

Das neue Unternehmen will, so RWE Power, seine Expertise vor allem dazu nutzen, um Bergbauunternehmen zu Kostensenkungen zu verhelfen. Werner Koenigs, stellvertretender Leiter des Tagebau Inden, wird nach Australien ziehen und als Geschäftsführer das neue Joint-Venture RWE Australia mit einem Kollegen von Thiess führen.

„In den letzten fünf Jahren ist der Markt für die kontinuierliche Fördertechnik deutlich gewachsen, vor allem in China, Chile, Peru und Brasilien. Der Einsatz unserer Technologie führt dort schnell zu Leistungssteigerungen und niedrigeren Förderkosten pro Tonne Rohstoff“, berichtet Wolfgang Kortmann, Leiter des Technikzentrums Tagebaue in Frechen.

Damit RWE Power von diesen Wachstumsmärkten profitieren kann, ergänzt das Technikzentrum sein Kerngeschäft mit den eigenen Produktionsbetrieben vermehrt mit Aufträgen externer Kunden. Dies führt zu zusätzlichen Erlösen und gleicht Schwankungen in der Auslastung unserer rund 800 Mitarbeiter und der teuren Werkstattmaschinen aus, so Kortmann.

45-Tonnen-Trommeln

Besonders stark gefragt ist die Fertigung und Instandsetzung von Fördertrommeln, mit deren Hilfe die Förderbänder der Bandanlagen angetrieben werden. Erst kürzlich hat die chilenische Kupferbergbaugesellschaft Los Pelambres eine Bandtrommel aus den Anden zur Instandsetzung ins Frechener Technikzentrum geschickt. Das geht nicht per Frachtflugzeug, vielmehr braucht es Schiffe, Tieflader und viel Zeit, um so ein rund 45 Tonnen schweres Bauteil anzuliefern. Dennoch lohnt sich der Aufwand für den Kunden.

„Was wir in Sachen Fördertechnik machen, können nicht viele auf der Welt, erklärt Jan Wolff, zuständiger Salesmanager für die internationalen Vermarktungsaktivitäten. „Wir sind kein Massenhersteller, sondern auf extrem große, schwere und technisch aufwändige Komponenten spezialisiert.“

Pro Jahr durchlaufen rund 300 Trommeln die Werkstadt des Technikzentrums zur Instandsetzung, etwa 20 Trommeln werden für die eigenen Tagebaue neugefertigt. Hinzu kommt die externe Produktion auf Nachfrage. Eine Bandtrommel verfügt über eine maximale Antriebsleistung von rund 5500 PS, das entspricht der Leistung von etwa 550 Pkw.

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