Inden und Titz sind die Gewinner nach dem Zensus

Von: gep
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zensus 2011
Nach der neuen Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen können die Kommunen Inden und Titz mit mehr Geld vom Land rechnen. Foto: dpa

Jülicher Land. Nach der Feststellung der neuen amtlichen Einwohnerzahlen aufgrund des Zensus 2011 können die Gemeinde Titz und die Gemeinde Inden künftig mit mehr Geld aus Düsseldorf rechnen. „Netto“, also Schlüsselzuweisungen des Landes minus Kreisumlage, könnten etwa 15.000 Euro mehr in der Indener Gemeindekasse klimpern, sagt Heinrich Unterberger, Leiter des Hauptamtes.

Auf der Basis des Zensus 2011 hat Inden im Vergleich zur Volkszählung 1987 jetzt 1,3 Prozent mehr Bürger (mit Hauptwohnsitz) mit 6 935 zum Stichtag 31. Dezember 2011. Dies geht aus dem Zahlenwerk von Information und Technik NRW (IT.NRW) hervor. Zum Vergleich: In NRW insgesamt schrumpfte die Bevölkerung um 1,7 Prozent, im Kreis Düren um 3,2 Prozent.

Die Schlüsselzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs in NRW erhalten die Städte und Gemeinde zweckfrei zur Finanzierung allgemeiner Ausgaben. Sie werden jedes Jahr im Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) festgesetzt. Die Zahlungen orientieren zum großen Teil an der der Einwohnerzahl.

Gewinner ist im Kreis Düren neben Inden, Merzenich (plus 1,0 Prozent) und Hürtgenwald (plus 0,1 Prozent) auch die Gemeinde Titz.. Hier stieg die Einwohnerzahl mit plus 0,8 Prozent auf 8260. „Damit ist Titz „auch finanziell Gewinner“, erklärt Bürgermeister Jürgen Frantzen. „Das wird unser Haushaltsproblem nicht lösen, höchstens lindern“, schränkt er ein. Er rechnet mit einer höheren Überweisung aus Düsseldorf in der Größenordnung eines „einen hohen fünfstelligen Betrags“.

Einen statistischen Bevölkerungsschwund von minus 6,6 Prozent auf 12 665 muss die Stadt Linnich hinnehmen. „Mich wundert die Zahl ein wenig“, sagt Bürgermeister Wolfgang Witkopp. Finanziell werde sich das nicht bemerkbar machen. Denn Linnich geht wegen hoher Gewerbesteuereinnahmen derzeit bei den Schlüsselzuweisungen leer aus. Witkopp verweist zugleich auf Prognosen von IT.NRW, wonach Linnich als einzige Kommune im Altkreis Jülich bis zum Jahr 2030 mit einem Wachstum der Bevölkerung rechnen kann.

Die Gemeinde Aldenhoven, die bislang in puncto Bevölkerung immer etwa gleichauf mit Linnich lag, hatte nach dem Zensus Ende 2011 insgesamt 13 745 Einwohner. Das seien mit minus 1,2 Prozent „relativ wenig“, erläutert Dezernent Horst Wassenhoven.

„Die Korrektur aufgrund des Zensus hält sich im Rahmen.“ Er hofft, da die überwiegende Zahl der Kommunen in NRW Rückgänge hinnehmen musste, dass Aldenhoven beim kommunalen Finanzausgleich „mit plus/minus null rauskommen“ wird.

Für die Stadt Jülich hat IT. NRW ein Minus von 3,5 Prozent auf 31 909 Einwohner für Ende 2011 ermittelt. Dramatische Konsequenzen für den Haushalt erwartet Karl-Josf Kohnen, Leiter der Kämmerei, aber nicht. Schließlich seien „Übergangsregelungen“ bei der NRW-Gemeindefinanzierung angekündigt worden. Vor allem die Forschungs- und Hochschulstadt Jülich ist seit 1987 internationaler geworden. Die Zahl der Ausländer stieg von 1446 auf 2570 beim Zensus 2011. Damit liegt deren Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 8,1 Prozent. Aber mittlerweile hat etwa jeder sechste Jülicher einen Migrationshintergrund.

In Aldenhoven liegt der Ausländeranteil bei 8,7 Prozent, ihre Zahl hat sich mit 1200 seit 1987 nur unwesentlich erhöht. In Linnich liegt der Ausländeranteil bei 5,3 Prozent, in Titz bei 3,3 und in Inden bei 4,1 Prozent.

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