Inden - Indemann-Ausbau: Gemeinde scheut die hohen Kosten

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Indemann-Ausbau: Gemeinde scheut die hohen Kosten

Von: ahw
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Inden. Die Mitglieder des Indener Bauausschusses mussten schon ziemlich schlucken, als sie in der Sitzungsvorlage lasen, dass die Kosten für die Errichtung eines Mehrzweckraums im Indemann auf rund 80.000 Euro veranschlagt werden. Zur Beruhigung der Gemüter dürften Aussagen von Gemeindeplanerin Regina Dechering beigetragen haben, wonach bislang weder Architekt noch Statiker beauftragt worden seien.

Für die Machbarkeitsstudie habe der Indemann-Achitekt unentgeltlich einen Entwurf erstellt. Der geplante Raum, der neben Trauungen auch für kleine Ausstellungen oder bei der Führung von Gruppen auf dem Aussichtsturm für willkommenen Wetterschutz sorgen würde, würde nach bisherigem Stand vormontiert und in Form eines „geschlossenen Kastens“ per Kran in den hängenden Arm des Indemanns eingelassen.

Erreichbar wäre der Raum ähnlich wie der ausgestreckte Arm des Stahlkolosses von der sechsten Etage des Turmes aus. Ursprünglich war wohl vorgesehen, das „Turmzimmer“ in den ausgestreckten Arm einzubauen, doch das hätte statische Probleme ausgelöst, die einen höheren konstruktiven Aufwand nötig gemacht hätten, wie Dechering erläuterte.

Die unterstrich auch, das dem ausschuss lediglich ein erster Diskussionsvorschlag vorgelegt werde, über Materialien, Transparenz des Raumes und dessen Größe müsse noch gesprochen werden.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss legte die Planerin die Kostenkalkulation offen: Die Preise für solch ein Objekt seien bei zwei Stahlbaubetrieben abgefragt worden. Als reiner Wetterschutz sei auch eine Zeltlösung innerhalb des Indemannes überlegt worden, doch dort bestünden teils enorme Windlasten, die solch eine Lösung ausschließen.

Bevor sich die Ausschussmitglieder aber zu einer Grundsatzentscheidung durchringen mochten, gab es etliche Detailfragen, die der Verwaltung gesammelt zugeleitet werden sollen. Vor allem die Finanzierung liegt den Fraktionen schwer im Magen.

„Die Kosten sind nicht vertretbar“, sagte klipp und klar SPD-Fraktionsvorsitzender Rudi Görke, dem sein Parteikollege Jörg Müller beipflichtete: „Die Sinnhaftigkeit würde mir sehr schwer fallen.“ In die gleiche Kerbe schlugen CDU-Vormann Reinhard Marx („Man muss unsere Finanzsituation sehen“) sowie der partei und fraktionslose Robert Schnock: „Welche Einnahmen bringt der Raum?“

Nichts einzuwenden hat der Ausschuss gegen Sponsoren, wobei Josef Johann Schmitz (SPD) zu bedenken gab, dass dadurch keine Fördermittel gefährdet werden dürften, die beim Bau des stählernen Markenzeichens für das Indeland geflossen sind.

Bürgermeister Ulrich Schuster bat darum, den Raum nicht auf die dort vorgesehenen Trauungen zu reduzieren. Er versprach Antworten auf die vielen Fragen, eine weitere Beratung soll es nach der Sommerpause geben.

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